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Wil, der Favorit

Jubel in Wil: Felix Mordeku und Bruno Sutter freuen sich über einen Torerfolg. Keystone

Der Aufsteiger aus der Ostschweiz liegt in der Fussballnationalliga A hinter GC und Basel auf Rang drei. Das Medieninteresse am Aussenseiter ist gross.

Sieben Punkte aus vier Spielen und einzig im Startspiel gegen die Zürcher Grasshoppers (1:4) chancenlos: In Wil haben sich die Erwartungen für die Nationalliga A schon früh mehr als erfüllt.

Nun soll gegen Mit-Aufsteiger Delémont der dritte Saisonsieg eingefahren werden. Das Team des österreichischen Trainers Heinz Peischl ist vollzählig und voller Tatendrang: «Gegen die Berner Young Boys hat die Mannschaft gezeigt, zu was sie fähig ist. In Delsberg sind wir nun erstmals in so etwas wie einer Favoritenrolle – in der Nationalliga A jedefalls», sagte Peischl

Noch nimmt man es gelassen

Im Sommer 2001 übernahm der Österreicher, der sich beim damaligen B-Verein selbst für den Job beworben hatte, das Traineramt bei den Ostschweizern und führte sie sogleich zum Aufstieg.

«Wir stehen nicht unter Druck», sagt Peischl. Sorgen macht er sich eher um den ungewohnten Medienrummel um seine Spieler. Der Österreicher hofft, dass dieser bei seinen Spielern keine Spuren hinterlassen hat.

Wil spielt mit einem 3,5 Millionen-Budget in der obersten Liga der Schweizer Fussball-Meisterschaft. «Stars können wir uns nicht leisten», sagt Peischl, «was zählt ist einzig die Mannschaft!»

YB bereits unter Druck

Meister Basel muss vor dem ersten Europacup-Auftritt der Saison (in Zilina, Slowakei) beim aufstrebenden St. Gallen antreten. Zwei Siege in Folge liessen die Kritik an St. Gallen-Trainer Castella so schnell verstummen, wie sie aufgetaucht war.

Die Grasshoppers haben beim seit neun Heimspielen ungeschlagenen Xamax Neuenburg die Chance, ihre Startserie auf fünf Siege auszubauen.

Für den Tabellenletzten Servette sind drei Punkte gegen Luzern ebeso Pflicht wie für die Young Boys gegen Aarau. Sollten die mit viel Vorschusslorbeeren in die Meisterschaft gestarteten Berner erneut nicht reüssieren, dann wird Tainer Schällibaum Unruhe um seine Person nicht verhindern können. Denn in Bern sieht man YB als Spitzenteam.

swissinfo und Agenturen

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