Zahl der Asylgesuche leicht gestiegen
Im Mai sind in der Schweiz 1'535 Asylanträge eingereicht worden. Das sind 408 mehr als im Vormonat, als der tiefste Stand seit April 1995 verzeichnet worden war. Gleichwohl hat sich der rückläufige Trend bei den Asylzahlen aber bestätigt.
Der «Wanderungs-Saldo» war auch im Mai negativ, wie das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am Dienstag (06.06.) mitteilte.
Die Zahl Asylsuchender aus der Bundesrepublik Jugoslawien, die weiter an erster Stelle der Herkunftsländer steht, betrug im Mai 380 (plus 63).
An zweiter Stelle lag Bosnien mit 105 Gesuchen, gefolgt von der Türkei mit 103 und Sri Lanka mit 77 Anträgen. Neu unter den ersten fünf Staaten anzutreffen ist Kongo mit 60 neuen Gesuchen, gegenüber 42 im Vormonat.
Rund 6’500 Personen reisten im Mai aus der Schweiz aus. Nicht inbegriffen sind dabei die 318 Personen, die im Mai ihr Gesuch zurückgezogen haben und damit in den Kompetenzbereich der Kantone übergegangen sind. Unter ihnen befinden sich 228 Personen aus der Bundesrepublik Jugoslawien, die grösstenteils ausgereist sind.
Insgesamt kehrten im Mai 3’693 Personen nach Kosovo zurück, seit dem 1. Juli 1999 haben damit insgesamt 24’137 Personen von der Rückkehrhilfe des Bundes Gebrauch gemacht, wie das BFF weiter mitteilte.
Laut Prognose des BFF dürfte der gegenwärtige Trend einer Entspannung im Asylbereich in den nächsten Monaten anhalten.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch