Zigaretten-Mafia: Verteidiger beantragen Freisprüche
Die Verteidiger der mutmasslichen Gehilfen der Zigaretten-Mafia haben vor dem Bundesstrafgericht Freisprüche beantragt. Die Anklage der Bundesanwaltschaft sei diffus, widersprüchlich, haltlos und unbewiesen, monierten sie.
Das Ermittlungsverfahren sei nicht wegen der Entdeckung einer neuen Straftat eingeleitet worden. Vielmehr sei die Bundesanwaltschaft unter dem Druck von EU-Ländern wie Italien eingeknickt. Diese würden bestimmte Tätigkeiten juristisch anders werten.
In der Schweiz seien Verstösse gegen Fiskalgesetze anderer Länder jedoch nicht strafbar, sagte Fürsprecher Dino Degiorgi vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona, der die Interessen eines 66-jährigen Tessiners vertritt.
Die Ermittler sehen dies anders. Die Angeklagten hätten sich der Geldwäscherei und der Beteiligung an einer kriminellen Organisation schuldig gemacht, behauptet die Bundesanwaltschaft.
Sie beantragte Strafen von neun Monaten bedingt bis zu viereinhalb Jahren. Wann das Urteil verkündet wird, steht noch nicht fest.
swissinfo.ch und Agenturen
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