Erstes Treffen von Bremis Rettungsgruppe

Ulrich Bremi hat ein hochkarätiges Gremium um sich geschart zur Rettung der Swissair. Keystone

Die von Ulrich Bremi geleitete Arbeitsgruppe zur Koordination einer Rekapitalisierung der Swissair hat ihre Arbeit aufgenommen. Das 21-köpfige Gremium ist mit hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft besetzt.

Dieser Inhalt wurde am 28. September 2001 - 21:14 publiziert

Bremi gab die Zusammensetzung des 21-köpfigen Gremiums mit namhaften Vertretern von Swissair, Bund, Kanton Zürich, Banken, Wirtschaft, Gewerkschaften sowie den Präsidenten aller vier Bundesratsparteien am Freitagabend bekannt (siehe link).

An diesem ersten Treffen der Gruppe informierte Swissair-Chef Mario Corti zuerst über die aktuelle Situation. Anschliessend wurde die Lage eingehend erörtert, wie es in einem Communiqué hiess. Corti werde dem Gremium am 9. Oktober erste Vorschläge im Hinblick auf eine mögliche Refinanzierung unterbreiten.

Man werde in etwa zehn Tagen wissen, welchen Weg die Geschäftsleitung der Swissair einschlagen wolle, sagte Bremi in der "Tagesschau" von Schweizer Fernsehen DRS. Auf das Liquiditätsproblem der Luftverkehrsholding angesprochen sagte Bremi: "Ich weiss, dass die Swissair hart daran arbeitet. Ich bin optimistisch, dass die kurzfristigen Liquiditätsprobleme von der Swissair gelöst werden können."

Weitere Angaben zur aktuellen Lage der Swissair wurden nicht gemacht. Bremis Gruppe soll Kontakte knüpfen, um bis zum 10. Oktober mehrere Milliarden Franken an frischem Kapital zusammenzubringen.

Swissair-Aktie vorübergehend auf neuem Rekordtief

Spekulationen über einen drastischen Kapitalschnitt der Swissair drückten die Aktie des Luftverkehrskonzerns am Freitag erneut nach unten. An der Schweizer Börse fiel die Swissair-Aktie vorübergehend auf ein neues Rekordtief von 38,90 Franken. Bis am Abend erholte sich die Aktie leicht, lag aber mit einem Wert von 41,05 Franken immer noch 2,3% unter dem Vortagesschluss.

Patrik Schwendimann, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank, führte die weitere Abwärtsbewegung auf die Erwartung im Handel zurück, dass der Kapitalschnitt bei der Swissair demnächst kommen könnte.

Der Bundesrat bekräftigte gleichentags in seiner Antwort auf eine dringliche Interpellationen von Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI) und Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL), dass er sich allenfalls an einer Rekapitalisierung beteiligen würde. Allerdings müsse die Swissair ein langfristig erfolgversprechendes Sanierungskonzept vorlegen. Zudem müssten sich in erster Linie die Wirtschaft und die Banken, aber auch die Swissair einschliesslich der Personalseite an der Bereinigung der Finanzlage beteiligen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen