EU macht den Weg frei für Stahlschutzmassnahmen ab dem 1. Juli
Die EU hat schärfere Schutzmassnahmen für Stahlprodukte beschlossen. Nach dem Europäischen Parlament stimmte am Montag der Rat der Mitgliedstaaten mit grosser Mehrheit einer entsprechenden Verordnung zu. Die Massnahme betrifft auch die Schweizer Stahlbranche.
(Keystone-SDA) Die neue Verordnung tritt am 1. Juli in Kraft und ersetzt bestehende Massnahmen, wie der Rat am Montag mitteilte. 25 der 27 Mitgliedstaaten stimmten der Änderung in Luxemburg zu, wie dem Abstimmungsprotokoll zu entnehmen war.
Die neuen Massnahmen sehen eine Reduktion der zollfreien Kontingente von rund 47 Prozent vor. Jährlich sollen noch 18,3 Millionen Tonnen Stahl zollfrei in die EU eingeführt werden dürfen. Auf Stahl ausserhalb der Kontingente werden ab nächstem Monat Zölle von 50 Prozent auferlegt. Bis anhin betrugen diese Zölle 25 Prozent.
Auch die Schweiz ist von den schärferen Massnahmen betroffen. Derzeit laufen zwischen Bern und Brüssel Verhandlungen, um zollfreie Kontingente für Schweizer Stahl auszuhandeln, wie es zuletzt von der Europäischen Kommission hiess.