60 Jahre Hochsee-Schifffahrt unter Schweizer Flagge
Im Verkehrshaus Luzern ist am Donnerstag das 60-jährige Bestehen der Hochseeschifffahrt unter Schweizer Flagge gefeiert worden. Mit 23 meertauglichen Schiffen verfügt die Schweiz heute über die grösste Hochseeflotte eines Binnenstaates.
Der Schweizerische Reederverband lud zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu dem Ereignis ein. In einer Mitteilung wies das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf die Besonderheiten der Schweizer Hochsee-Schifffahrt hin.
Weil die schweizerische Flotte ihren Heimathafen Basel nie anlaufen könne, verfüge sie auch über keinen klassischen Heimmarkt. Laut EDA ist die Schweizer Schifffahrt deshalb in besonderem Masse auf möglichst freie Marktbedingungen angewiesen. Die Schweiz unterstütze daher alle internationalen Anstrengungen zum Abbau protektionistischer Massnahmen von Küstenstaaten.
Kind des Zweiten Weltkriegs
Die rechtlichen Voraussetzungen für die Existenz einer Schweizer Flagge auf See waren 1941 während des Zweiten Weltkrieges auf dem Vollmachtsweg geschaffen worden. Die Bestrebungen, eine eigene Handelsflotte zu schaffen, gehen allerdings bis in die Gründungsjahre des schweizerischen Bundesstaates von 1848 zurück. 1957 wurde das maritime Notrecht dann durch ein ordentliches Bundesgesetz über die Seeschifffahrt abgelöst.
Die schweizerische Handelsflotte erreichte im Laufe der Zeit eine auch aus internationaler Sicht beachtliche Grösse. Sie verfügt mit ihren derzeit 23 Schiffen über eine Tragfähigkeit von rund einer Million Tonnen und ist damit die grösste Hochseeflotte eines Binnenstaates.
swissinfo und Agenturen
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