ABB weist für 1999 markant höheren Reingewinn und Betriebserfolg aus
Der Technologiekonzern ABB hat 1999 den Reingewinn auf den Rekordwert von 1,164 Milliarden Dollar gesteigert. Nur um vier Prozent auf 24,681 Milliarden Dollar nahm der Umsatz zu. ABB-Chef Göran Lindahl ist auch für die Zukunft zuversichtlich.
Der weltweit tätige schwedisch-schweizerische Technologiekonzern ABB hat 1999 den Reingewinn um 24 Prozent auf den Rekordwert von 1,164 Milliarden Dollar gesteigert. Der Umsatz legte um vier Prozent auf 24,681 Milliarden Dollar zu. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern weitere Verbesserungen von Konzernumsatz und Betriebserfolg.
Ohne Kapitalgewinn aus der Übertragung eines Grossteils der Stromerzeugungsaktivitäten an das 50:50 Joint Venture ABB Alstom Power von ABB mit Alstom Frankreich verbesserte sich der Reingewinn um elf Prozent. Der Betriebserfolg stieg um 30 Prozent auf 2,416 Milliarden Dollar; ohne den erwähnten Kapitalgewinn resultierte eine Zunahme von 16 Prozent, wie der ABB-Konzern am Donnerstag (03.02.) in Zürich bekannt gab.
Die Gewinnzunahme wurde hauptsächlich auf die steigende Nachfrage nach kompletten Technologie- und Servicelösungen von ABB sowie auf ein erfolgreiches Kostenmanagement zurückgeführt. Der betriebliche Cash-flow schnellte um 76 Prozent auf 1,823 Milliarden Dollar in die Höhe. Die Dividende soll um 21 Prozent auf 3,00 Franken je Aktie erhöht werden.
Der Auftragseingang wurde um vier Prozent auf 25,379 Milliarden Dollar gesteigert. Alle Konzernsparten erwirtschafteten einen höheren Betriebserfolg. Die Sparte Stromübertragung kam auf 3,934 (Vorjahr: 4,428) Milliarden Dollarn Umsatz, der Bereich Stromverteilung auf 3,034 (2,672) Milliarden Dollar, der Bereich Automatisierungstechnik auf 8,152 (7,015) Milliarden Dollar, der Bereich Öl, Gas und Petrochemie auf 3,036 (3,324) Milliarden Dollar und der Berdich Gebäudetechnik auf 6,629 (6,464) Milliarden Dollar.
Der Personalbestand belief sich per Jahresende 1999 auf 164’154 Beschäftigte, verglichen mit 199’232 im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der zum Joint Venture ABB Alstom Power gehörenden Mitarbeiter lag der Personalbestand im Vorjahr bei 162’793 Beschäftigten. Auf vergleichbarer Baisis und korrigiert um Übernahmen und Veräusserungen sank die Zahl der Beschäftigten um vier Prozent.
Für die Konzernverantworltichen war 1999 ein richtungsweisendes Jahr, in dem ABB sein Geschäftsprotfeuille drastisch erneuerte und die ABB-Einheitsaktie eingeführt hat. Die Verschiebung in Richtung höhere Wertschöpfung und wissensorientierte Aktivitäten hält an, und der Konzern erwartet auch für das laufende Geschäftsjahr ein starkes Wachstum. Zudem bereitet ABB die Börsenkotierung in den USA vor.
Für das laufende Jahr plant der Techlologiekonzern auch weitere Meilensteine im Bereich E-Commerce, um die Möglichkeiten zu erweitern, Kunden online zu bedienen. Innerhalb der Gruppe sollen weltweit neue informatikbasierte Instrumente sowie gemeinsame Prozesse eingeführt werden, beispielsweise in den Bereichen Administration, Finanzen und IT, um die Effizienz weiter zu steigern und Grössenvorteile zu nutzen.
Die Wandlung des Konzerns findet den Angaben zufolge zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich die Situation auf den Weltmärkten allgemein verbessert. Das Wachstum der Instustrieproduktion gewinne in den meisten OECD-Ländern, in denen ABB über 80 Prozent seiner Geschäfte tätigt, wieder an Dynamik.
Der ABB-Konzern rechnet in den nächsten vier Jahren mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum vom Umsatz und übrigen Betrieberträgen in der Höhe von sechs bis sieben Prozent. Mit der anhaltenden Ausrichtung auf gewinnbringendes Wachstum soll die Betiebsmarge im Jahr 2003 zwölf Prozent erreichen.
SRI und Agenturen
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