Auch Bucherer-Gruppe spürt Terror-Folgen
Die in der Uhren- und Schmuckbranche tätige Bucherer-Gruppe hat 2001 erwartungsgemäss einen deutlichen Umsatz-Rückgang von rund 17% hinnehmen müssen.
Die schwächere Weltwirtschaft und die Terror-Anschläge drückten auf die Zahlen. Wie die Bucherer-Gruppe am Samstag weiter mitteilte, spürte das Unternehmen auch, dass im Oberammergau (Bayern) keine Passionsspiele stattfanden (anders als im Jahr 2000), die jeweils zahlreiche Gäste aus Übersee anziehen.
Starke Kundengruppe ausgeblieben
Nicht zuletzt die Festspielbesucher aus den USA hatten damals für einen Rekordumsatz von 517 Mio. Franken gesorgt. Im vergangenen Jahr waren es noch 431 Mio. Franken.
Zwar habe sich der starke US-Dollar positiv auf den Umsatz ausgewirkt. Doch nach dem 11. September verzichteten nebst den Gästen aus den USA auch asiatische Touristen auf Reisen in die Schweiz. Das Ausbleiben dieser starken Kundengruppen habe zu grossen Umsatz-Verminderungen geführt.
Die zur Bucherer-Gruppe gehörende Juwelier Kurz AG und die Haban-Geschäfte in Wien waren davon weniger stark betroffen. Doch auch sie konnten wegen der gedämpften Konsumstimmung ihre Vorjahresumsätze nicht halten.
Bucherer rechnet auch für das laufende Jahr mit geringeren Umsätzen. Als Gründe für die vorsichtige Beurteilung werden die Entwicklung der Weltwirtschaft, politische Unsicherheiten sowie der weltweite Einbruch des Flugverkehrs und der damit verbundene weitere Rückgang der Gäste aus dem Ausland angegeben.
swissinfo und Agenturen
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