Autofrei blieb frommer Wunsch
Am ersten europaweiten Aktionstag ist der Aufruf, einen Tag freiwillig aufs Auto zu verzichten, ein frommer Wunsch geblieben. Gegen 800 Städte in 24 Ländern beteiligten sich mit Aktionen - darunter mehr als ein Dutzend Schweizer Städte.
Dem Motto «Ohne Auto in die Stadt» leisteten am Freitag kaum mehr Leute als üblich Folge. In Zürich etwa blieben nur Limmatquai und Münsterhof – weil hoheitlich angeordnet – von Motorenlärm und Abgasen verschont. Dafür waren dort umweltschonende Vehikel und Ausstellungen zu Mobilität und Luftqualität zu betrachten.
Auch die verbale Sympathiekundgebung des Zürcher Stadtpräsidenten Josef Estermann konnte die Mehrheit nicht umstimmen: «Am liebsten fahre ich mit dem Tram zur Arbeit, da kann ich lesen und herumschauen. Das E-Bike (Fahhrad mit Akkumotor) des Stadtrates ist ebenfalls fantastisch. Wenn man das erstemal draufsitzt, fühlt man sich wie auf einem Pferd, das durchgeht», erklärte Estermann.
In Basel hat der autofreie Tag «Erlebnis Innerstadt» kaum mehr Passantinnen und Passanten als sonst in die weitgehend motorfahrzeugfreie City gelockt. Gratis-Rikschas ergänzten die öffentlichen Verkehrsmittel.
Auch in Bern und Lausanne verwandelten sich gesperrte Strassenabschnitte vorübergehend zu Fussgängerzonen.
In der Berner Innenstadt waren der Hirschengraben und die Maulbeerstrasse sowie im Nordquartier der Breitenrainplatz für Nicht-Autofahrer reserviert.
Umweltverbände, Velo-Organisationen, grüne und linke Parteien sowie weitere Gruppierungen boten während 12 Stunden ein buntes Programm. Als Attraktionen warteten sie unter anderem mit Probefahrten mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Elektromobilen und Kickboards, aber auch einem Velokurierrennen für alle, auf.
swissinfo und Agenturen
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