Buchverleger beklagen sich über staatliche Konkurrenz
Der Buchleger-Verband der deutschsprachigen Schweiz wirft staatlichen Unternehmen Eingriffe in die Sphäre der privaten Verleger vor. Der Bund mache Kasse mit Publikationen, indem sie zu nicht marktkonformen Preisen angeboten würden.
Der Buchleger-Verband der deutschsprachigen Schweiz wirft staatlichen Unternehmen Eingriffe in die Sphäre der privaten Verleger vor. Der Bund mache Kasse mit Publikationen wie dem Bericht zur Flüchtlingspolitik, indem sie zu nicht marktkonformen Preisen angeboten würden, teilte der Verband am Mittwoch (19.04.) mit.
Kürzlich herausgegebene Publikationen von der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale (EDMZ) würden zudem grösstenteils direkt und nicht über den Buchhandel ausgeliefert. Im Widerspruch dazu steht die geplante Publikation der Forschungsberichte der Unabhängigen Expertenkommisssion (UEK) «Schweiz Zweiter Weltkrieg», wie es weiter heisst.
Hier erwarte die Bergier-Kommission gemäss Offertenausschreibung von den Verlagen grosse finanzielle Eigenleistungen für die Produktion und den Vertrieb. Es sei unverständlich, dass der Staat einerseits die privaten Verleger und Buchhandlungen umgehe und diese andererseits für das ehrgeizige wissenschaftliche Projekt der UEK zur Kasse bitte.
swissinfo und Verleger
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch