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Bundesrat Villiger trifft österreichischen Finanzminister

Finanzminister Grasser (l.) und Bundesrat Villiger unterzeichnen ein Protokoll zum Doppelbesteuerungsabkommen. Keystone

Finanzminister Villiger hat am Donnerstag (20.07.) erstmals seinen österreichischen Amtskollegen Karl-Heinz Grasser getroffen. Die beiden Finanzminister unterzeichneten in Zürich ein Protokoll zur Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens.

Unter anderem wurde bei dem Treffen auch das Bankgeheimnis angesprochen, wie das Eidgenössische Finanzdepartement EFD mitteilte.

Beim Meinungsaustausch am Rande des Besuchs von Grasser beim Zürcher Regierungsrat unterstrichen die beiden Finanzminister den Wert des Doppelbesteuerungsabkommens, wie Daniel Eckmann, Delgierter für Kommunikation des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD), sagte. Es bedeute einen Fortschritt im Interesse der beiden Wirtschaftsstandorte.

Villiger bekräftigte im Gespräch mit Grasser zudem, dass für die Schweiz das Bankgeheimnis nicht zur Diskussion steht. Jedoch habe das Land Verständnis, wenn die Europäische Union (EU) die Zinsbesteuerung sichern wolle. Der österreichischen Finanzminister Grasser habe Villiger seinerseits dargelegt, dass die Bewahrung des Bankgeheimnisses für sein Land kein Problem sei, da Österreich selbst ein System mit Quellensteuer und Bankgeheimnis habe, sagte Eckmann.

Mit der Änderung des Doppelbesteuerungsabkommens wird der Quellensteuersatz im Falle von Dividenden, die an Kapitalgesellschaften mit einer Kapitalbeteiligung von mindestens 20 Prozent ausgeschüttet werden, von heute fünf Prozent auf Null abgesenkt. Diese Verbesserung erhöht laut EFD die Attraktivität der Schweiz als Standort für international ausgerichtete Unternehmen.

swissinfo und Agenturen

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