CDU-Spendenaffäre: Helmut Kohl sistiert Mitgliedschaft im Beirat der Credit Suisse Group
Die Mitgliedschaft des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl (Bild) im internationalen Beirat der Credit Suisse Group ist ab sofort sistiert. Kohl bat die Schweizer Grossbank um diesen Schritt angesichts der laufenden Ermittlungen gegen ihn.
Die Mitgliedschaft des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl (Bild) im internationalen Beirat der Credit Suisse Group (CSG) ist ab sofort sistiert. Kohl bat die Schweizer Grossbank um diesen Schritt angesichts der laufenden Ermittlungen gegen ihn.
Die Mitgliedschaft im Advisory-Board ruhe, bis die Voruntersuchungen der Staatsanwaltschaft sowie weitere Untersuchungen im Rahmen der Spendenaffäre der deutschen CDU abgeschlossen seien, bestätigte CSG-Sprecherin Karin Rhomberg auf Anfrage einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) vom Donnerstag (17.02.).
Die unbefristete Sistierung sei auf persönlichen Wunsch des deutschen Ex-Kanzlers erfolgt, hiess es bei der CSG weiter. Es handle sich dabei aber nicht um einen Rücktritt aus dem Gremium.
Der schweizer Finanzkonzern hat 1999 im Rahmen der Verkleinerung des Verwaltungsrates zwei Beratungsgremium – ein nationales und ein internationales – geschaffen. Die Beratungsteams mit Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft treffen sich zwei Mal pro Jahr.
Die Mitglieder sollen über Themen diskutieren, die die Geschäftsaktivitäten der Gruppe betreffen. Sie sollen aber auch ihren Einfluss auf nationaler und internationaler Ebene geltend machen.
SRI und Agenturen
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