Crossair-Piloten wollen wieder verhandeln
Das Cockpit-Personal der Crossair kehrt im Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag an den Verhandlungstisch zurück. Es reagiert damit auf einen Entscheid des Unternehmens, die Entlassung von drei Piloten durch ein Schiedsgericht prüfen zu lassen.
Das Cockpit-Personal der Crossair kehrt im Streit um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag an den Verhandlungstisch zurück. Es reagiert damit auf einen Entscheid des Unternehmens, die Entlassung von drei Piloten ohne Vorbedingungen durch ein Schiedsgericht prüfen zu lassen, wie es in einer Mitteilung vom Karfreitag (21.04.) heisst.
Nach Angaben der Gewerkschaft des Crossair-Cockpit-Personals (CCP) hat die Crossair im Streit um zeitgemässe Arbeitsbedingungen vorerst eingelenkt. Die Regionalfluggesellschaft übergebe demnach das Mandat zur Neubeurteilung von drei Piloten-Entlassungen ohne Vorbedingungen an ein Schiedsgericht.
Die Gewerkschaft CCP sieht darin einen wichtigen Teilerfolg und will demzufolge «ohne Verzug» an den Verhandlungstisch zurückkehren, wie es in der Mitteilung heisst. Laut CCP hat es das Schiedsgericht nicht akzeptiert, die verlangte Neubeurteilung der drei Entlassungen von einem zuvor unterschriebenen Gesamtarbeitsvertrag abhängig machen zu lassen.
Die Crossair habe diese harte Haltung akzeptiert und sei nun bereit, auf Vorbedingungen zu verzichten. Am vergangenen 6. April hatte die CCP ein Treffen mit der Crossair-Unternehmensleitung abgesagt, nachdem Anwälte des Unternehmens dem Schiedsgericht die Kompetenz vorerst entzogen hatten, über die Wiedereinstellung der drei entlassenen Piloten zu entscheiden.
swissinfo und Agenturen
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