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ETH-Konjunkturforscher korrigieren Wachstumsprognose deutlich nach oben

Die Konjunkturforscher der ETH Zürich haben ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich nach oben korrigiert. In ihrer Frühjahrsprognose vom Freitag (28.04.) stellen sie ein BIP-Wachstum von 2,4 statt wie bisher 1,7 Prozent in Aussicht.

Die Konjunkturforscher der ETH Zürich haben ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich nach oben korrigiert. In ihrer Frühjahrsprognose vom Freitag (28.04.) stellen sie ein BIP-Wachstum von 2,4 statt wie bisher 1,7 Prozent in Aussicht. Als Wachstumsmotoren gelten die Warenexporte und die Investitionen.

Die Aufwärtskorrektur der Wachstumsrate des Bruttoinlandprodukts (BIP) begründete die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF/ETH) vor allem damit, dass in der Herbstprognose vom vergangenen Oktober die Wachstumsbeschleunigung im zweiten Halbjahr 1999 nicht vollständig antizipiert worden sei. Die Beschleunigung halte bis Mitte Jahr an und schwäche sich erst im zweiten Halbjahr wieder ab. Für 2001 wird mit einem BIP-Wachstum von 2,0 Prozent gerechnet.

Die Inlandkonjunktur wird laut KOF/ETH dank erfreulicher Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung vom weiterhin robusten Privatkonsum, aber auch von den Ausrüstungsinvestitionen getragen. Der Privatkonsum soll dieses Jahr 1,9 Prozent zulegen, nächstes Jahr 1,6 Prozent.

Für die Ausrüstungsinvestitionen wird ein Plus von 8,5 (2001: 5,6) Prozent erwartet; die Bauinvestitionen sollen um 2,7 (1,2) Prozent zulegen. Insgesamt kommen die Anlageinvestitionen auf ein Plus von 5,7 Prozent. Die inländische Endnachfrage soll um 2,7 beziehungsweise 1,9 Prozent wachsen.

Starke Wachstumsimpulse werden auch von den Warenexporten erwartet, die um 8,8 beziehungsweise 5,0 Prozent zulegen sollen; im Tourismus wird dieses Jahr ein Plus von 1,0 Prozent erwartet, 2001 aber ein Minus von 0,7 Prozent. Die übrigen Dienstleistungsexporte sollen hingegen um 4,8 beziehungsweise 3,4 Prozent abnehmen.

Insgesamt resultieren im Exportbereich Zuwachsraten von 6,4 beziehungsweise 3,7 Prozent. Die Gesamtimporte wachsen mit plus 4,5 beziehungsweise 3,1 Prozent etwas langsamer.

Die vollzeitäquivalente Beschäftigung steigt laut KOF/ETH weiter an. Dieses Jahr soll sie um 1,3 Prozent zunehmen, nächstes Jahr um 0,6 Prozent. Der Rückgang der Zahl der Stellensuchenden beziehungsweise der registrierten Arbeitslosen kommt laut den Erwartungen Ende 2001 zum Stillstand. Die Arbeitslosenquote soll sich dieses Jahr auf 1,9 Prozent verringern, nächstes Jahr auf 1,7 Prozent. Dann werde in der Schweiz praktisch Vollbeschäftigung herrschen.

Dank den günstigen Arbeitsmarktentwicklungen akzentuieren sich laut der Prognose die Lohnerhöhungen. Die Bruttostundenlöhne sollen 2000 und 2001 mit plus 1,7 beziehungsweise 2,2 Prozent wachsen. Auf Grund von Veränderungen in der Qualifikationsstruktur sei für die Nominallöhne mit höheren Zuwachsraten von 2,0 beziehungsweise 2,5 Prozent zu rechnen.

An der Teuerungsfront wird mit einem Anstieg des Landesindexes der Konsumentenpreise um 1,4 Prozent in diesem und 1,3 Prozent im nächsten Jahr gerechnet. Dies sei deutlich unter der Marke von 2,0 Prozent, die gemäss Nationalbank noch mit Preisstabilität zu vereinbaren sei. Die Geldpolitik der Nationalbank könne weiterhin zur Stabilisierung der konjunkturellen Entwicklung beitragen, schrieb die KOF/ETH.

swissinfo und Agenturen

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