«Follow the Signs» im Zürcher Museum für Gestaltung
Die Zürcher Partyszene begann sich Ende der 80er Jahre zu entwickeln, als in leerstehenden Industriegebäuden illegale Parties stattfanden. Damit Interessierte den Weg zu den Parties auch fanden, wurden so genannte Party- Flyer kreiert.
Bis zum 22. Oktober zeigt das Zürcher Museum für Gestaltung eine Auswahl verschiedenster Party- Flyer. Thematisch und zeitlich geordnet ist die Geschichte der «Wegweiser» vom Urflyer bis zur heutigen Flyerkultur nachvollziehbar.
Party- Flyer suchen jeweils ein klar definiertes Publikum: Fans einer bestimmten Musikrichtung, Tanzwütige.
Mit den Informationen auf die Fragen «was, wer, wo, wann» hätten die Flyer auch eine gesellschaftliche Funktion, führte Claude Lichtenstein, Projektleiter im Museum für Gestaltung, am Dienstag (25.07.) vor den Medien aus. «Sie führen Menschen, die sich zuvor nicht gekannt haben, zusammen.»
Die Zürcher Partyszene entwickelte sich Ende der 80er Jahre im Industriequartier und in Aussersihl. Als Folge der Rezession standen Fabrikations- und Lagerräume leer, was die Jugendszene zu nutzen wusste: mit illegalen Partys. Gerade die Illegalität wirkte stimulierend.
Flyer mit der Computerisierung immer professioneller
Ebenso alt wie die Partys sind ihre Flyer. Am Anfang wurden sie noch hobbymässig in kleinen Stückzahlen produziert, waren schwarz- weiss und gross wie eine Postkarte, erklärte Markus P. Kenner, jahrelanger Sammler von Tausenden von Flyern und Initiator der Ausstellung. Mit der Computerisierung wurden sie bunter, grösser und professioneller.
swissinfo und Agenturen
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