Französische Umweltministerin bei Bundesrat Leuenberger
Umweltminister Moritz Leuenberger hat am Montag (17.04.) seine Amtskollegin aus Frankreich, Dominique Voynet, in Bern zu einem Informationsaustausch empfangen. Anlass für den Besuch war die Sondermülldeponie Bonfol an der französischen Grenze im Jura.
Umweltminister Moritz Leuenberger hat am Montag (17.04.) seine Amtskollegin aus Frankreich, Dominique Voynet, in Bern zu einem Informationsaustausch empfangen. Anlass für den Besuch war die Sondermülldeponie Bonfol an der französischen Grenze im Jura.
Frankreich befürchtet durch die grenznahe Deponie eine Verschmutzungsgefahr für seine Gewässer. Die jurassische Regierung will die Deponie der Basler Chemie auflösen; ein Anliegen das der Bund unterstützt.
Sie sei nicht gekommen, um Ratschläge zu erteilen sondern lediglich um sich zu informieren, sagte Voynet vor Medienschaffenden. Sie habe sich in Bern versichern können, dass die Auflösung von Bonfol in die Wege geleitet sei. Auf französischer Seite müssten nun wissenschaftliche Abklärungen zur Gewässerverschmutzung im Karst gemacht werden.
Bonfol sei nicht das einzige Problem, sagte Voynet. Auf französischer wie auf Schweizer Seite gebe es tausende von Sondermülldeponien, für die eine Lösung gefunden werden müsse. «Wir sind von Bonfol ausgegangen und haben eine ganze Reihe weiterer Themen angesprochen», sagte Voynet.
So kamen die Positionen der beiden Länder in der Biotechnologie, Atomenergie und Energiepolitik zur Sprache. Auch habe man sich über verschiedene Naturparkprojekte im Grenzgebiet unterhalten, sagte Leuenberger.
In der 1976 geschlossenen Sondermülldeponie in Bonfol befinden sich rund 114’000 Tonnen Chemieabfälle der Basler Chemieindustrie. Die Sanierungskosten belaufen sich nach Schätzungen des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) auf über 200 Millionen Franken. Die Sondermülldeponie soll innert 20 Jahren saniert werden.
swissinfo und Agenturen
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