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Gedenkveranstaltung für erfolgreiche Besetzung des AKW-Geländes in Kaiseraugst

In Kaiseraugst (AG) haben am Samstag (01.04.) Atomkraftwerk-Gegner der erfolgreichen Besetzung des AKW-Geländes vor 25 Jahren gedacht. An der Kundgebung forderten sie die Errichtung einer Gedenkstätte und verabschiedeten eine Resolution.

In Kaiseraugst (AG) haben am Samstag (01.04.) Atomkraftwerk-Gegner der erfolgreichen Besetzung des AKW-Geländes vor 25 Jahren gedacht. An der Kundgebung forderten sie die Errichtung einer Gedenkstätte und verabschiedeten eine Resolution.

Wo einst eines von mehreren am Ober-und Hochrhein geplanten Atomkraftwerke hätte gebaut werden sollen, trafen sich am Samstag «Ehemalige» und jüngere Anti-AKW-Bewegte. Auch frühere und amtierende Bundes- und Kantonsparlamentarier aus der Region Basel nahmen an der Veranstaltung teil.

Formell bewilligt

Zum Treffen eingeladen hatte der Verein «Denk-Mal», der sich seit Jahren um die Errichtung einer Gedenkstätte auf dem Gelände bemüht. Die Nachfolgefirma der AKW Kaiseraugst-Gesellschaft hatte diesen Anlass auf ihrem Boden formell bewilligt.

Die Benützung des Areals für die Gedenkfeier vor fünf Jahren mit gegen 200 Beteiligten war von der Landeigentümerin noch als widerrechtlich bezeichnet worden.

Die Behörden der Gemeinde Kaiseraugst waren an der Kundgebung offiziell nicht vertreten. Für sie werde das Thema AKW Kaiseraugst seit der 1.-August-Feier 1997 definitiv als erledigt betrachtet, liess Gemeindeammann Max Heller die Organisatoren wissen.

Elf Wochen besetzt

An der in familiärer Stimmung abgehaltenen, mehrstündigen Kundgebung verlangte der Verein «Denk-Mal» am Samstag erneut die Abgabe von Land im Baurecht, um das Denkmal zu erstellen: elf Quadratmeter für die elf Besetzungswochen von 1975.

Einstimmig verabschiedeten die Kundgebungsteilnehmer eine Resolution an die Schweizer Regierung, die – wie bereits eine solche vor fünf Jahren – die schrittweise Stillegung aller Schweizer AKWs nach spätestens 30 Jahren Betriebszeit verlangt. Mühleberg und Beznau sollten als älteste Atommeiler gar innert zwei Jahren ausser Betrieb genommen werden.

Weiter wurde unter anderem das Ende der Brennstabtransporte nach Sellafield (GB) und La Hague (F), der Verzicht auf neue Atomanlagen, der Transfer der Bundes-Forschungsgelder vom Nuklearbereich zu den erneuerbaren Energien und eine ökologische Steuerreform gefordert.

swissinfo und Agenturen

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