Gentechnisch hergestelltes Vitamin B2 zugelassen
Roche darf sein gentechnisch hergestelltes Vitamin B2 in Lebensmitteln und als Farbstoff einsetzen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat nach einer Sicherheits-Prüfung diesen Wirkstoff als unbedenklich erklärt.
Wie das BAG am Donnerstag mitteilte, kann nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der Umwelt ausgeschlossen werden. Das von der Firma Roche Vitamins AG in Deutschland gentechnisch hergestellte Vitamin B2 sei reiner als die chemisch synthetisierte Form.
Vitamin B2 ist ein wasserlöslicher Wirkstoff, der in allen Pflanzen und in verschiedenen Mikro-Organismen gebildet wird und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Zelle spielt. Menschen und Tiere können es selber nicht bilden und müssen es deshalb mit der Nahrung aufnehmen.
Chemisch synthetisiertes Vitamin B2 wird seit langem verschiedenen Lebensmitteln zugesetzt und als gelber Farbstoff (E101) verwendet. Die gentechnische Veränderung des «Bacillus subtilis» erlaubt es, den Wirkstoff in genügenden Mengen durch Bakterien herstellen zu lassen.
Hinter dem Entscheid des BAG stehen auch die Bundesämter für Landwirtschaft, Veterinärwesen und Umwelt, Wald und Landschaft. Die Bewilligung ist auf fünf Jahre befristet. Das Produkt wird während dieser Zeit durch die Behörden überwacht.
Für die Konsumenten und Konsumentinnen wird bei verarbeiteten Lebensmitteln mit Vitamin B2 nicht ersichtlich sein, ob es sich dabei um das gentechnisch hergestellte oder konventionelles Vitamin handelt. Das Gesetz sieht hier keine Deklarations-Pflicht vor.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch