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Georg Fischer trotz tieferem Gewinn gut positioniert

Der Maschinenkonzern Georg Fischer AG (GF) befindet sich auf Kurs. Zwar verringerte sich der Konzerngewinn 1999 trotz Umsatzwachstum. Dennoch stimme die strategische Ausrichtung. In diesem Jahr will der Konzern die Ertragskraft steigern.

Der Maschinenkonzern Georg Fischer AG (GF) befindet sich auf Kurs. Das Geschäftsjahr 1999 konnte zwar nicht in allen Belangen befriedigen, die strategische Ausrichtung stimmt aber, wie es am Dienstag (22.02.) an der Bilanzpressekonferenz in Schaffhausen hiess. In diesem Jahr will der Konzern die Ertragskraft steigern.

«Das vergangene Jahr hat Mitarbeiter und Kader von Georg Fischer stark gefordert», sagte Konzernchef Martin Huber. Drei der vier Unternehmensgruppen mussten sich in einem zum Teil widrigen Marktumfeld behaupten. Zudem setzte der Konzern wichtige strategische Ziele um. «Das Resultat mag zwar operativ nicht in allen Belangen zu befriedigen, doch strategisch liegen wir auf Kurs», sagte Huber.

Verglichen mit dem Vorjahr steigerte GF den Umsatz 1999 um knapp sieben Prozent auf 3,239 Milliarden Franken, der Bestellungseingang nahm um acht Prozent auf 3,247 Milliarden Franken zu. Gleichzeitig sank das Betriebsergebnis um 19 Prozent auf 175 Millionen Franken und der Konzerngewinn verringerte sich um neun Prozent auf 131 Millionen Franken.

Huber führte den Rückgang einerseits auf die ungünstigen Marktbedingungn für die Fertigungstechnik und den Anlagebau, andererseits auf höhere Goodwill Amortisationen und unerwartet hohe Anlauf- und Integrationskosten bei der Fahrzeugtechnik und dem Bereich Rohrleitungssysteme zurück. Das Finanzergebnis des Vorjahres wurde nicht mehr erreicht, dafür erzielte GF mit dem Verkauf von Liegenschaften ein Ergebnis von 22 Millionen Franken.

Gut lief das Geschäft im Bereich Fahrzeugtechnik, der sich einer anhaltend hohen Nachfrage erfreute und den Umsatz um 25 Prozent steigern konnte. Diese Unternehmensgruppe sei heut weltweit Technologieführerin und bevorzugte Entwicklungspartnerin sowie Marktführerin in Europa.

Mit den Rohrleitungssystemen kam GF dank Übernahmen und Partnerschaften dem Ziel näher, ein weltweit führender Anbieter zu werden. Die Sparte verzeichnete dank einer markanten Verbesserung im zweiten Semester ein Umsatzplus von zwölf Prozent. Einmalige Kosten und der Ausbau in Asien schmälerten allerdings die Rendite. Das Geschäft der Unternehmensgruppe Fertigungstechnik war durch ein schwieriges Marktumfeld geprägt. Dennoch könne eine positive Bilanz gezogen werden.

Es sei gelungen, eine gute Ausgangslage für die Zukunft zu schaffen. Die Unternehmensgruppe Anlagebau hatte ein schwieriges Jahr zu bewältigen. Überkapazitäten und eine schwache Konjunktur führten zu verschärftem Preisdruck.

Zuversicht für das laufende Jahr

Für das laufende Jahr ist der Konzern zuversichtlich. «Die Anzeichen für eine Belebung der Investitionsbereitschaft in wichtigen Märkten haben sich in einem Masse verstärkt, dass mit einer Umsatz- und Ergebnisverbesserung in allen Unternehmensgruppen zu rechnen ist», sagte Huber. Zudem würden sich zahlreiche operative Verbesserungen positiv auswirken

Der Konzern erklärte zudem die Steigerung der Ertragskraft als erstes Ziel für das laufende Jahr. Bis 2002 soll ein Umsatz von sechs Milliarden Franken und ein Konzerngewinn von 300 Millionen Franken erzielt werden.


SRI und Agenturen

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