Gewerkschaften planen interprofessionelle Kooperation
Der Zentralvorstand der Gewerkschaft SMUV hat sich für ein interprofessionelles Gewerkschaftsprojekt ausgesprochen. Es soll dazu beitragen, das vorherrschende Branchendenken zu überwinden, teilte die Gewerkschaft am Freitag (28.01.) mit.
Der Zentralvorstand der Gewerkschaft SMUV hat sich für ein interprofessionelles Gewerkschaftsprojekt ausgesprochen. Es soll dazu beitragen, das vorherrschende Branchendenken zu überwinden, teilte die Gewerkschaft am Freitag (28.01.) mit. Ein entsprechender Antrag soll dem SMUV-Kongress Ende Oktober unterbreitet werden.
Der Umbau der Gewerkschaftsbewegung sei notwendig und soll weiter vorangetrieben werden, hält der Zentralvorstand der Gewerkschaft Industrie, Gewerbe Dienstleistungen (Smuv) fest. Es gehe nun darum, mit der Schaffung einer starken interprofessionellen Organisation den Zugang der Beschäftigten zur Gewerkschaft zu erleichtern.
Mit der Integration der Gewerkschaft VHTL und der Dienstleistungsgewerkschaft Unia in das gemeinsame Projekt erhofft sich der SMUV zudem, den bisher stark vernachlässigten tertiären Sektor gewerkschaftlich stärker erschliessen zu können.
Der SMUV-Zentralvorstand hat nun die Geschäftsleitung beauftragt, gemeinsam mit der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) und weiteren Gewerkschaften des privaten Sektors ein Projekt zu erarbeiten. Dieses soll im Vorfeld des Kongresses vom Herbst 2000 in den lokalen und regionalen Sektionen von Smuv und GBI breit diskutiert werden. Mit dem Vorschlag für ein interprofessionelles Gewerkschaftsprojekt soll nicht zuletzt die seit Ende 1996 begonnene engere Kooperation der Gewerkschaften GBI und Smuv im Rahmen des Gewerkschaftshauses vertieft werden.
SRI und Agenturen
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