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Glücklich vernetzt

Die Internethaus-Familie Steiner. Keystone

Das Leben im vollcomputerisierten Internet-Haus "Futurelife" in Hünenberg (ZG) sei bequem und praktisch. Dies sagt die Test-Familie nach einjährigem Probewohnen.

Die Leitung des Projekts Internet-Haus «Futurelife», die Otto Beisheim Holding, hat am Dienstag in Cham zusammen mit Ursi und Daniel Steiner eine positive Zwischenbilanz gezogen. Die Steiners leben zusammen mit ihren Kindern im ersten vollcomputerisierten Einfamilienhaus der Schweiz.

Testanlage bewährt sich

«Futurelife» habe die Erwartungen voll erfüllt, sagte Jürg Kallay von der Beisheim Holding. Die Aufgabe der Familie Steiner sei es, modernste Haushalts-Geräte von morgen im Alltag zu testen.

Eine wichtige Erkenntnis ist, dass zwar viele einzelne Geräte einen Mehrwert haben, ein wirklicher Nutzen sich aber erst bei einer Kombination der Geräte ergibt. Erst die Vernetzung macht aus einem Spielzeug ein sinnvolles Haushalts-Gerät.

«Futurelife» ist in einem normalen Reihen-Einfamilienhaus untergebracht. Äusserlich ähnelt es einem traditionellen Wohnhaus und nicht einer Mondstation. Geborgenheit und Emotionen kämen nicht zu kurz, sagte Ursi Steiner.

Kein Sklave der Technik

Oberstes Prinzip ist das angenehme Leben. Die Technik stehe im Hintergrund und bestimme nicht die Handlungen, sagte Ursi Steiner. Sie könne jederzeit entscheiden, ob sie für eine Tätigkeit die neuste Technik einsetzen wolle oder nicht.

So regelt Ursi Steiner in der Dusche von Hand die Temperatur, während ihr Gatte den Computer die programmierte Wärme einstellen lässt. Die High-Tech-Küche nimmt der Köchin nicht jede Verantwortung ab – «Angebranntes» habe es auch schon gegeben, gesteht die Hausfrau.

Zu den von den Steiners erarbeiteten Neuerungen gehört die Sprachsteuerung. Auf den Befehl «Fernsehschauen – Tagesschau» wird automatisch der Apparat installiert, das Licht abgedämpft, die Vorhänge gezogen und die zuletzt ausgestrahlte «Tagesschau» gezeigt.

Grosses Echo

Das Leben der Steiners stiess auf grosses Interesse. Im ersten Betriebsjahr besuchten 4700 Interessierte in 300 Führungen das Haus. 123’000 Mal wurde die Internetseite von «Futurelife» angeklickt, die dank Web-Kameras Einblicke in den Alltag der Familie bietet.

Die Beisheim Holding lässt sich den Betrieb des Hauses jährlich 900’000 Franken kosten. Über 60 Partnerfirmen wirken mit und benutzen das Projekt, um neue Ideen zu entwickeln und zu testen.

Im Januar soll das vernetzte Haus mit einem vernetzten Auto ergänzt werden. Geplant ist, «Futurelife» mittelfristig selbsttragend zu machen. Im Zentrum steht die Idee, das gesammelte Wissen über das neue Wohnen zu vermarkten.

swissinfo und Agenturen

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