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Hero-Gruppe nach Restrukturierung gestärkt

Die zum deutschen Schwartau-Konzern gehörende Schweizer Hero-Gruppe geht gestärkt aus dem Restrukturierungsprozess der letzten vier Jahre hervor. Die strukturellen Zielsetzungen seien 1999 erreicht worden. 2000 will die Gruppe die Ertragskraft steigern.

Die zum deutschen Schwartau-Konzern gehörende Schweizer Hero-Gruppe geht gestärkt aus dem Restrukturierungsprozess der letzten vier Jahre hervor. Die strukturellen Zielsetzungen seien 1999 erreicht worden, hiess an der Bilanzpressekonferenz in Lenzburg. 2000 will die Gruppe die Ertragskraft deutlich steigern.

Nach den harten Restrukturierungsjahren sei nun eine gesunde Plattform für künftiges Wachstum geschaffen worden, sagte Hero-Konzernchef Lutz Petersam am Montag (27.03.) an der Pressekonferenz. Der Umsatz der weitergeführten Aktivitäten konnte verglichen mit dem Vorjahr um 7,6 Prozent auf 1,055 Milliarden Franken gesteigert werden. Davon entfielen drei Prozent auf Neuerwerbungen.

Der gesamte Konzernumsatz sank aber wegen aufgegebener Geschäfte um 7,2 Prozent auf 1,219 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn nach übrigem betrieblichem Ertrag und Aufwand ging um 1,2 Prozent auf 82,4 Millionen Franken zurück; der operative Betriebsgewinn konnte laut Mitteilung um 49 Prozent auf 80,7 Millionen Franken gesteigert werden.

Der Reingewinn sank um gut zehn Millionen Franken oder 14,2 Prozent auf 61,0 Millionen Franken. Ins Gewicht fiel dabei, dass die Hero-Gruppe 12,5 Millionen Franken Steuern abliefern musste, 11,4 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.

Nach dem Abschluss der Restrukturierungen mit Verkäufen von Firmenteilen und der Übernahme neuer Aktivitäten will Hero im laufenden Jahr seine Position im Bereich «Frucht» weiter ausbauen, die Aktivitäten im Wachstumssegment Functional Food verstärken und für das Schweizer Gastro-Geschäft E-Commerce-Lösungen entwickeln.

Mit dem bestehenden Produkteprogramm soll der Umsatz weiter gesteigert und die Ertragskraft deutlich verbessert werden. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres verzeichnete der Konzern verglichen mit der Vorjahresperiode ein Umsatzwachstum von elf Prozent. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 4,75 Franken je Inhaberaktie erhalten.

Turnaround in der Schweiz geschafft

Hero habe den Turnaround in der Schweiz und in Holland geschafft und die international angestrebten Ziele erreicht. Damit sei eine gesunde Basis für eine weitere Steigerung der Ertragskraft geschaffen. Die vor vier Jahren eingeleitete Umstrukturierung habe sich ausbezahlt.

Das Management wurde ausgewechselt, der Personalbestand sank von 1100 auf 425 Beschäftigte und das Produktesortiment wurde auf 2000 Artikel halbiert. Die Gruppe ist neu auf die Bereiche Nahrungsmittel, Back- und Dekorartikel sowie Industrieprodukte ausgerichet worden.

So wurden die französische Patisfrance, die Softdrink Fabrik im holländischen Hoensbroek und die Produktionsanlgen für Salatsaucen und Dips in der Schweiz veräussert. In Italien wurden die Konfitüre-Produktion eingestellt und der Vertrieb an Dritte übertragen.

Neue Impulse erwarten die Verantwortlichen von einem Marktaufbau in den Sparten Baby-Nahrung, Müesli, Säfte und Konfitüren in Portugal und im Nahen Osten. Der Hero-Konzern erwirtschaftete 1999 33 Prozent des Umsatzes in Spanien. 17 Prozent des Umsatzes stammten aus der Schweiz, 20 Prozent aus den Benelux-Staaten und 9 Prozent aus Frankreich.

swissinfo und Agenturen

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