«Hier spricht Brig…»
Die SBB haben in Brig ein "Contact Center" für Beratung und Verkauf über Telefon und Internet eröffnet. Bis 2005 entstehen 300 Arbeitsplätze.
Die derzeit zehn regionalen Rail Services der SBB bearbeiten jährlich 3,6 Millionen Anrufe. Für die nächsten drei Jahre wird mit einer Zunahme auf über 6 Millionen Anrufe gerechnet.
Immer mehr Bahnkundinnen und -kunden greifen jedoch nicht mehr zum Telefonhörer, sondern benützen Internet und E-Mail, um sich beraten zu lassen oder Billette zu bestellen.
24-Stunden Betrieb
Das neue «Contact Center» in Brig trage diesen beiden Entwicklungen Rechung, erklärte die SBB am Donnerstag: Bis zum Jahr 2005 würden sich in Brig rund 300 Mitarbeitende rund um die Uhr um die Wünsche der Bahnkundinnen und -kunden kümmern.
Das «Contact Center» bearbeitet heute bereits täglich rund 250 Anfragen und Bestellungen, die über Internet oder E-Mail eintreffen. Das «Call Center Handicap» organisiert und koordiniert pro Jahr mehr als 100’000 Ein- und Ausstiegshilfen für Behinderte zu den Zügen der SBB und anderer Schweizer Bahnen.
Neue Arbeitsplätze
Die SBB liessen die Liegenschaft – ein ehemaliges Swisscom-Gebäude – in den vergangenen neun Monaten für 5,28 Mio. Franken umbauen. Bis Ende Jahr finden im Briger «Contact Center» 170 Personen einen neuen Arbeitsplatz. Die Rekrutierung und Ausbildung der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufe auf Hochtouren, sagte SBB-Sprecher Roland Binz.
Die zehn regionalen Rail Services und acht Service-Centers bleiben laut Binz zunächst bestehen. Ob es dereinst zu einer Konzentration in Brig kommt, entscheiden die SBB später aufgrund der Marktentwicklung.
swissinfo und Agenturen
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