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Industrie: Besserung erwartet

Die Auftragslage in den industriellen Produktions-Betrieben sieht weniger rosig aus als erwartet. Keystone

Die Konjunktur in der Schweizer Industrie hat sich im zweiten Quartal 2001 stärker abgeschwächt als erwartet. Vor allem die Exporte erhielten einen deutlichen Dämpfer. Im laufenden Quartal wird allerdings eine Besserung erwartet.

In den Monaten April bis Juni habe sich die Abschwächung der Industrie-Konjunktur noch verstärkt, wie aus der jüngsten UBS-Quartalsumfrage bei rund 350 Industriebetrieben hervorgeht, die am Mittwoch (04.07.) veröffenticht wurde. Die Befragung gilt als zuverlässiger Indikator für die kurzfristige Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz.

BIP-Erwartungen reduziert

Die schlechteren Umfrage-Ergebnisse seien der Hauptgrund dafür, dass Mitte Juni die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandprodukt (BIP) von 2,2% auf 1,6% revidiert worden sei, teilte die UBS mit.

Insbesondere die Exportkonjunktur habe einen deutlichen Dämpfer erhalten, aber auch die Hoffnungen zur Entwicklung der Binnennachfrage hätten sich nicht erfüllt. So habe sich im zweiten Quartal nur bei 2% aller Umfrageteilnehmer der Gesamtauftrags-Eingang im Vergleich zum Vorjahr erhöht, während im März noch über ein Viertel eine positive Entwicklung erwartet hätten.

Alle Wirtschaftszweige betroffen

Praktisch alle Wirtschaftszweige sind laut UBS im zweiten Quartal in ihren Erwartungen enttäuscht worden. Der Geschäftsgang sei jedoch in den meisten Branchen im positiven Bereich geblieben. Ausnahmen bildeten nur die Wirtschaftszweige Textil sowie Druck und Grafik. Nahrungsmittel- und Uhrenindustrie führen das Feld an.

35% der an der UBS-Umfrage beteiligten Firmen rechneten für das dritte Quartal mit leichten Auftriebs-Tendenzen. Auch der Binnen- und Exportumsatz sollte sich laut Umfrageergebnis dynamischer entwickeln, wodurch sich die Ertragslage insgesamt stabilisieren würde. Getrübt seien die Aussichten in der Textil-, Maschinen-, Metall- sowie Holz- und Möbelindustrie.

Weniger neues Personal

Es sei zu erwarten, dass der Arbeitsvorrat sinke. Die Umsätze dürften bei anhaltend steigenden Verkaufspreisen anziehen. Damit werde sich die Ertragslage stabilisieren. Ein Wermutstropfen: nur noch 3% der Betriebe planen, ihren Personalbestand aufzustocken

swissinfo und Agenturen

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