IWF-Delegation durchleuchtet Schweizer Finanzplatz
Eine Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat während zweier Wochen den Schweizer Finanzplatz unter die Lupe genommen.
Geprüft wurden dabei unter anderem die Risiko-Exponiertheit sowie die Krisenresistenz des Systems, aber auch die Konformität mit international anerkannten Standards.
Die Schweiz nahm als eines der ersten Industrieländer an der Finanzsektor-Länderevaluation von IWF und Weltbank (FSAP) teil, wie das Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) am Montag mitteilte.
Mit der Teilnahme will sie laut EFD ihre Verantwortung als wichtiges internationales Finanzzentrum wahrnehmen und ihre Bereitschaft zur internationalen Zusammenarbeit und zur Transparenz bekräftigen.
Standortbestimmung
Die Länderevaluation und die Messung an internationalen Standards soll den einzelnen Ländern als Standortbestimmung dienen und gleichzeitig den regulatorischen Handlungsbedarf aufzeigen.
Die Prüfer des IWF führten während ihres zweiwöchigen Arbeitsbesuchs in der Schweiz intensive Gespräche mit den Regulierungs- und Aufsichtsbehörden wie zum Beispiel der Eidgenössischen Bankenkommission, der Nationalbank und der Wirtschaft.
Konkrete Schlussfolgerungen werden erst im nächsten Frühjahr vorliegen. Die provisorischen Ergebnisse sollen vorgängig im Rahmen des jährlichen Länderberichts des IWF im Februar 2002 noch mit den Schweizer Behörden diskutiert werden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch