Lebensversicherungen mit hohen Wachstumsraten
Lebensversicherungen sind weiterhin im Trend. Sie verzeichneten 1998 ein überdurchschnittliches Prämienwachstum. Das gesamte Prämienvolumen der Schweiz stieg um neun Prozent auf 48,1 Milliarden Franken.
Lebensversicherungen sind gemäss dem Bundesamt für das Privatversicherungswesen (BPV) weiterhin im Trend. Sie verzeichneten 1998 ein überdurchschnittliches Prämienwachstum. Das gesamte Prämienvolumen der Schweiz stieg um neun Prozent auf 48,1 Milliarden Franken.
Das BPV veröffentlichte am Donnerstag (18.11.) in Bern seinen jährlichenBericht über das Versicherungswesen. Ende September dieses Jahres unterstanden 170 Versicherungs- und Rückversicherungseinrichtungen sowie die Krankenzusatzversicherung von 60 Krankenkassen dem BPV. Das sind sechs Versicherungen mehr und drei Krankenkassen weniger als vor einem Jahr. Bemerkenswert ist laut BPV die Zunahme bei den ausländischen Schadenversicherern und den schweizerischen Rückversicherern um je vier Gesellschaften. Bei den letzteren handle es sich um sogenannte Captive-Gesellschaften, die ausschliesslich Risiken des Konzerns versicherten, dem sie angehörten. 17 von 32 schweizerischen Rückversicherern seien solche Captive-Gesellschaften.
Die gebuchten Brutto-Prämien des gesamten direkten Schweizer Geschäftes stiegen um neun Prozent auf 48,1 Milliarden Franken. 73 Prozent davon entfielen auf das direkte Lebensversicherungsgeschäft, das ein Prämienwachstum von 13 Prozent verzeichnete.
Im nicht-obligatorischen Bereich der Krankenversicherung ging das Prämienvolumen leicht um 0,39 Prozent zurück. Nach einem Prämienanstieg von rund 18 Prozent im Vorjahr verzeichneten die im Geschäft mit Krankenzusatzversicherung tätigen Privatversicherer nun Prämieneinbussen von rund zehn Prozent. Die Krankenkassen, die 74 Prozent Anteil an den Prämien haben, verzeichneten dagegen ein Wachstum von 3,6 Prozent.
Im vergangenen Jahr haben die Privatversicherer ihre Kapitalanlagen markant umgeschichtet. So ist der Anteil der festverzinslichen Anlagen am Gesamtvermögen von 39,1 auf 36,8 Prozent gesunken. Dies sei eine Folge des tiefen Zinsniveaus für Neuemissionen. Weitere Abnahmen sind bei den Hypotheken sowie bei Grundstücken/Bauten festzustellen. Zugenommen dagegen hätten unter
anderen die Anlagen in verbundene Unternehmen sowie Aktien und Anteile aus Anlagefonds.
Jahr 2000-Problem im Griff
Im Griff haben die Versicherungen laut BPV das Jahr-2000-Problem. Der Mehrheit der Versicherungen habe rechtzeitig und wirksam die notwendigen Schritte unternommen. Nur zwei Gesellschaften seien mit wesentlichen Problemen konfrontiert gewesen, dennoch habe mehr als die Hälfte aussenstehende Fachleute beigezogen.
SRI und Agenturen
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