Lokale Telefongespräche könnten bald bedeutend billiger werden
Die Tarife für Telefongespräche über kurze Distanzen könnten bis Ende 2001 um die Hälfte sinken. Dies erklärte Marc Furrer, Chef des Bundesamtes für Kommunikation BAKOM, in der Samstagsrundschau (11.03.) von Schweizer Radio DRS.
Das Telefonieren über kurze Distanzen könnte gemäss Marc Furrer , Chef des Bundesamtes für Kommunikation BAKOM, bis Ende 2001 um die Hälfte sinken. Die Entwicklung sei aber sehr schwierig zu beurteilen, sagte Furrer in der «Samstagsrundschau» (11.03.) von Schweizer Radio DRS.
Nachdem für Telefongespräche im Fernbereich die Preise bereits gesunken sind, könnten dies auch bald für Lokalverbindungen gelten. Die neue Technik «Wireless Local Loop» (WLL) sei ein erster Schritt gewesen, um das Monopol der Swisscom im Ortsbereich zu knacken. WLL ermöglicht die Überbrückung der sogenannten «letzten Meile» zwischen Telefonzentrale und Abonnenten.
Die Versteigerung der drei landesweiten Konzessionen für WLL in den vergangenen Tagen brachte laut Furrer mit rund 310 Millionen Franken weit mehr ein, als erwartet worden war.
Als nächstes folgt die Versteigerung der regionalen WLL-Konzessionen. Furrer erwartet, dass sich die verschiedenen Anbieter auch auf diese ’stürzen‘ würden. Interessant werde vor allem Zürich und Genf-Lausanne sein. Neben dem direkten Zugang zur Endkundschaft locke auch die grössere Bandbreite.
Wie viel diese Versteigerungen einbringen würden, sei schwer abschätzbar, sagte der BAKOM-Direktor. Vom gesamten Erlös der bisherigen Auktionen sollen ein paar 100’000 Franken für die europaweit erstmalige Versteigerung einer Konzession live im Internet ausgegeben werden.
Der Grossteil des Erlöses fliesse aber in die allgemeine Bundeskasse. Eine gezielte Verwendung der Gelder für Ausbildung und andere Belange der Telekommunikationsindustrie sei nicht geplant. Das Ganze liege in den Händen des Bundesrates und des Parlamentes.
swissinfo und Agenturen
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