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MD-11-Absturz: Noch kein Schlussbericht

In mühsamer Arbeit wurden Teile der abgestürzten Swissair-Maschine zusammengesetzt. Keystone

Der Schlussbericht der kanadischen Verkehrs-Sicherheits-Behörde (TSB) zum Absturz der MD-11-Maschine der Swissair wird frühestens im kommenden Jahr vorliegen. Die genaue Ursache wird unklar bleiben, sagen die Verantwortlichen.

Bericht und Untersuchung bräuchten wegen ihrer Komplexität viel Zeit, erklärte der Sprecher der TSB, Jim Harris, am Montag (28.05.). Es bleibe noch so viel Arbeit zu tun, dass eine Fertigstellung des Schlussberichts vor Ende 2001 ausgeschlossen sei.

Bislang kostete die Untersuchung des Absturzes, bei dem Anfang September 1998 229 Menschen ihr Leben verloren hatten, 50 Mio. kanadische Dollar (57,5 Mio. Franken).

Insgesamt elf Berichte

Insgesamt werden von den Spezialisten der TSB elf Rapporte zu spezifischen Aspekten verfasst, beispielsweise zum Feuer-Ausbruch an Bord, zum Navigations-System, den Notfall-Manövern oder zu den Verhaltens-Weisen der Crew in Notfall-Situationen.

Diese elf Berichte, von denen einige laut TSB bereits abgeschlossen sind, werden von den Leitern der Untersuchung geprüft und schliesslich im Schlussbericht zusammengefasst. Die Ursache des Absturzes wird gemäss den Verantwortlichen der TSB jedoch nicht exakt bestimmt werden können.

Zwei Mio. Einzelteile

Die MD-11 zerschellte bei ihrem Absturz vor der Küste von Neu-Schottland in über zwei Mio. Einzelteile. Als eigentliche Ursache für den Absturz wird seit längerer Zeit ein Funken-Schlag in der Verkabelung der Maschine vermutet, der im Flugzeug einen Brand auslöste.

Bislang gelang der TSB der Nachweis noch nicht, dass die in den Trümmern gefundenen verbrannten Kapton-Kabel wirklich das Feuer an Bord der Maschine verursacht hatten.

swissinfo und Agenturen

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