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Orange-Verkauf hat kaum Einfluss auf Schweizer Geschäft

orange Keystone

Die Übernahme von Orange durch France Télécom hat- mindestens kurzfristig - keinen Einflus auf die Aktivitäten des Schweizer Mobilfunkanbieters orange communications. Das Unternehmen mit Sitz in Lausanne beurteilt die Transaktion indes als sehr positiv.

Man werde von der europäischen Präsenz des französischen Konzerns profitieren und bei Investitionen in neue Technologien auch Synergien nutzen können, sagte Therese Wenger, Mediensprecherin von orange communications, am Dienstag (30.05.)auf Anfrage.

Direkt sei man vom Verkauf der Grossaktionärin aber nicht betroffen.

Die britische Orange ist nur mit 42,5 Prozent am dritten Schweizer Mobilfunkanbieter beteiligt. Zum Aktionariat zählen ferner der deutsche Viag-Konzern (ebenfalls 42,5 Prozent), die Waadtländer Kantonalbank (BCV) mit 10 Prozent und Swissphone Engineering mit 5 Prozent. orange communications zählt derzeit über eine halbe Million Mobilfunkabonnenten in der Schweiz.

Europas zweitgrösster Mobilfunkkonzern entsteht

Die France Telecom wird mit dem Kauf des britischen Mobilfunkanbieters Orange der zweitgrösste Konzern der Branche in Europa. France Telecom zahlt Vodafone AirTouch für Orange 25,1 Milliarden Pfund ( 40,3 Milliarden Euro) und übernimmt auch die Schulden des Mobilfunkanbieters in Höhe von 1,8 Millionen Pfund. Die Franzosen wollen ihr eigenes Mobiltelefongeschäft – Itineris – mit dem von Orange in einer neuen Tochtergesellschaft zusammen fassen.

Erst im Oktober 1999 hatte der später von Vodafone übernommene Mannesmann-Konzern den britischen Anbieter für 60 Milliarden Mark gekauft. Vodafone musste Orange aus EU-Wettbewerbsgründen aber wieder verkaufen. Der Erlös dürfte dem Konzern bei der Versteigerung der heiss begehrten UMTS-Lizenzen in Deutschland zugute kommen.

Das neue Unternehmen soll New Orange heissen und ab Ende des Jahres an den Börsen in London, Paris und New York geführt werden. Zu diesem Zeitpunkt soll New Orange 30 Millionen Kunden weltweit haben. Vodafone – weltgrösster Mobilfunkanbieter – erhält eine Beteiligung «weit unter zehn Prozent», wie es hiess.

swissinfo und Agenturen

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