Osec in Stuttgart
Jetzt können sich Schweizer Firmen auch in Baden-Württemberg von einem Aussenwirtschafts-Stützpunkt beraten lassen. Der neue Business Hub wurde am Donnerstag eröffnet.
Nach Wien und Mailand ist Stuttgart bereits der dritte Stützpunkt für die Schweizer Aussenwirtschaft. Aufgabe der sogenannten «Swiss Business Hubs» ist es, Schweizer Firmen vor Ort sowie den lokal ansässigen Unternehmen Unterstützung anzubieten.
Ähnliche Mentalität und Kultur
Der Sitz im benachbarten Baden-Württemberg trägt laut Osec dem Umstand Rechnung, dass eine Mehrzahl der Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) bei ihren ersten Schritten ins Ausland zunächst Märkte mit einer ähnlichen Geschäfts-Mentalität, Sprache und Kultur suchen.
Von den Schweizer Güterausfuhren nach Deutschland von insgesamt fast 37 Mrd. DM im Jahr 2000 entfielen 46% auf die beiden südlichen Bundesländer Baden-Württemberg (12,6 Mrd. DM) und Bayern (4,3 Mrd. DM). Umgekehrt partizipieren Baden-Württemberg (13 Mrd. DM) und Bayern (6,4 Mrd. DM) zu knapp 40% an den deutschen Total-Ausfuhren in die Schweiz.
Beratung, Networking
Zu den Aufgaben der Swiss Business Hubs gehört es, Schweizer Firmen vor Ort beratend zur Seite zu stehen: Zum Beispiel mit Networking, Begleitung an Messen, Durchführung von Markt- und Produkt-Analysen und Suche nach qualifizierten Partnern.
Umgekehrt sollen die Hubs vor Ort auch lokalen Firmen zu Kontakten mit möglichen Schweizer Partnern verhelfen.
Mehr Handel dank Bilateralen und Euro
Nach Einschätzung der Osec ist absehbar, dass die gegenseitigen Geschäfts-Beziehungen zwischen Firmen beider Länder noch intensiver werden, sobald die Bilateralen Abkommen zwischen der EU ratifiziert sind und der Euro eingeführt ist.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch