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Piller droht Krankenkassen

BSV-Direktor Piller: Krankenkassen sollen nicht zu viel Speck ansetzen. Keystone

Um 11,95 Prozent sollen die Krankenkassen-Prämien nächstes Jahr steigen. Diese Erhöhung sei viel zu hoch, findet Otto Piller. Der Chef des Bundesamts für Sozialversicherung (BSV) droht den Kassen deshalb, die Prämien per Verfügung festzulegen.

Um 11,8 bis 11,9 Prozent sollen die Prämien gemäss Kassen im Schnitt steigen. Das sei entschieden zu viel, findet BSV-Direktor Otto Piller. In einem Brief hat er darum mehrere Versicherer aufgefordert, ihre Eingaben noch einmal zu überdenken und bis am Montag neu einzugeben.

Sind die neuen Prämienvorschläge immer noch zu hoch, droht Piller den Kassen, die Tarife nicht zu genehmigen. «Entweder bleiben dann die alten Prämien in Kraft, oder wir geben den Kassen die Prämien vor», sagte Piller. Die Kassen können jedoch gegen verfügte Prämien Rekurs einlegen.

Keine politischen Prämien



Piller wehrt sich gegen den Vorwurf, politische Prämien anzustreben. «Wir legen die Prämien so fest, dass einerseits die Versicherten nicht zu viel bezahlen müssen, andererseits die Kassen gut leben können», meint Piller. «Allerdings sollen sie dabei nicht zu viel Speck ansetzen.»

Bis am 9. Oktober müssen die Prämien publiziert sein. Die Versicherten erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre Krankenkasse innerhalb der dreimonatigen Frist bis Ende Jahr zu kündigen und eine neue zu wählen. Ab 1. Januar 2002 treten die neuen Prämien dann in Kraft.

swissinfo und Agenturen

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