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Post will mehr Geld

Ulrich Gygi, der Postchef, zeigt die Richtung an: Gebührenerhöhung! Keystone

Die Post soll im Kerngeschäft die Nummer eins bleiben. Dazu reicht der im Jahr 2000 um fast einen Drittel auf 118 Mio. Franken gesunkene Gewinn nicht aus, sagte Konzernchef Ulrich Gygi. Der Kunde wird deshalb wohl zur Kasse gebeten.

Mit Gewinnen in dieser Grössenordnung könne die Post auf Dauer weder ihre Investitionen finanzieren, noch den Kapitaleignern ihr Kapital angemessen vergüten, sagte Gygi an der Bilanz-Medienkonferenz am Dienstag (15.05.) in Bern. Nötig sei daher eine bessere Gewinnentwicklung.

Fünf Prozent mehr

Voraussetzung dafür sei ein Umsatz- und Margenwachstum im Bereich von 5%. Mit einer Kombination aus Preiserhöhungen, Rationalisierungen und Verbesserungen bei der Produktivität soll dieses Ziel erreicht werden.

Pakete werden teurer

Im Kerngeschäft in der Schweiz und im internationalen Verkehr von und nach der Schweiz will die Post die Marktführung behaupten. Finanzchef Hans-Peter Strodel prognostizierte für das laufende Jahr ein Ergebnis, das mindestens auf der Höhe des Vorjahres liege. Bereits Mitte letzten Jahres sei ein Programm zu Ergebnis-Verbesserung lanciert worden.

Um das Ergebnis auch wirklich verbessern zu können, brauche es konstante Rahmenbedingungen, sagte Verwaltungsrats-Präsident Gerhard Fischer. Er erwarte deshalb, dass die Regierung bei der Erneuerung der strategischen Ziele 2002 ihre Linie beibehalte.

Um das Ergebnis zu verbessern, sollen Strategien zur Gewinnsteigerung umgesetzt werden, sagte Fischer. Ein wichtiger Teil des sei der Umbau des Poststellennetzes. Weiter soll mit einer Kombination aus Preis-Erhöhungen, Rationalisierungen und Produktivitäts-Verbesserungen das Ergebnis verbessert werden. Insbesondere bei der Paketpost seien Preis-Erhöhungen unumgänglich. Pakete würden aber frühestens 2003 teurer.

Paketpost mit 255 Millionen Verlust

Bei einem um 320 Mio. Franken auf gut 6,022 Mrd. gestiegenen Umsatz konnte die Post letztes Jahr auch den Betriebsertrag um 7% steigern. Wegen des erhöhten Betriebsaufwands ging der Gewinn dennoch um 49 Mio. auf 118 Mio. Franken zurück.

Briefpost und Postfinance erwirtschafteten zwei Drittel des Nettoumsatzes. Hohe Gewinne erzielten vor allem Postfinance (164 Mio. Fr.), Briefpost (115 Mio.) und Swiss Post International (86 Mio.). Die Paketpost hingegen fuhr einen Verlust von 255 Mio. Franken ein.

swissinfo und Agenturen

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