Rekordjahr für Medienkonzern Ringier
Der grösste Schweizer Medienkonzern konnte im vergangenen Jahr den Gewinn um fast 44 Prozent steigern. Zum guten Ergebnis habe vor allem das Schweizer Geschäft beigetragen, erklärte Verleger Michael Ringier am Mittwoch (05.04.) vor den Medien.
Der grösste Schweizer Medienkonzern konnte im vergangenen Jahr den Gewinn um fast 44 Prozent steigern. Zum guten Ergebnis habe vor allem das Schweizer Geschäft beigetragen. erklärte Verleger Michael Ringier am Mittwoch (05.04.) vor den Medien.
Rekordergebnis von 40,4 Mio. Franken
Mit einer Gewinnsteigerung von 43,8 Prozent auf 40,4 Mio Franken und einem um 5,8 Prozent gewachsenen Umsatz von 947 Mio. Franken hat das ursprüngliche Zofinger Familienunternehmen die guten Zahlen von 1998 zum Teil deutlich übertroffen.
Zufrieden zeigte sich Michael Ringier mit dem Zeitungs- und Zeitschriftengeschäft. Der Markteintritt von «dimanche.ch» sei sehr gut gelungen, die Wochenzeitschrift «Schweizer Illustrierte» habe erneut eine Auflagesteigerung erlebt und ihr französischsprachiges Pendant «Illustré» erreiche demnächst die Auflagegrenze von 100 000 Exemplaren.
Blick-Auflageverlust nicht wegen Gratisblättern
Energisch dementierte Ringier Gerüchte, wonach die Boulevard-Tageszeitung «Blick» wegen der Zürcher Gratisblätter stark verloren habe. Der leichte Auflageverlust von rund 3000 Exemplaren, so Michael Ringier, hänge in keiner Art mit der Konkurrenz durch die Gratiszeitungen zusammen. Der sinkende Kioskverkauf in allen grösseren Städten sei durch eine Zunahme bei den Abonnenten wettgemacht worden.
Der «Blick» habe politisch wieder an Akzeptanz gewonnen. Allerdings dürfte der Unterhaltungsteil ruhig noch etwas spritziger werden, befand der Verleger. Der Auflageverlust bei der Wirtschafts-Zeitung «Cash» (rund 2,6 Prozent) sei vor allem technisch bedingt. Der neue Auftritt des Blattes stosse bei der Leserschaft auf gute Akzeptanz.
Markteintritt in China
Das Asiengeschäft fällt ertragsmässig noch nicht stark ins Gewicht. Immerhin hat Ringier als einer der ersten westlichen Verlage in China eine staatliche Lizenz erhalten. Neben der Beteiligung an Wirtschaftszeitungen will sich der Medienkonzern im Reich der Mitte auf den Ausbau des Internets konzentrieren.
Fernsehen legte umsatzmässig am stärksten zu
Die Fernsehaktivitäten von Ringier seien von der Konkurrenz oft als Bonsai-Taktik belächelt worden, meinte Verleger Ringier. Die Politik der kleinen Schritte hat sich aber ausbezahlt. Im Fernsehbereich hat Ringier nach eigenen Angaben den Break-even erreicht und einen Umsatzsprung von 85,9 Prozenbt auf 17,1 Mio. erzielt.
swissinfo und Agenturen
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