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Schadenersatz wegen Fluglärms gefordert

Die Zürcher Sektion des Hausvereins Schweiz fordert für die Liegenschaftenbesitzer Schadenersatz wegen der massiven Zunahme des Fluglärms und ruft seine Mitglieder auf, vorsorglich eine Schadenersatzforderung an den Regierungsrat zu richten.

Der Hausverein befürchtet eine Wertverminderung von Immobilien bei einer neuen Flugverteilung bei weniger Anflügen über deutsches Gebiet. Wegen der zusätzlichen Lärmbelastung in diesem Sommer haben die Mieterverbände bereits vor drei Wochen ihre Mitglieder aufgerufen, Mietzinsreduktionen zu verlangen.

Wenn das Szenario «Südanflug» auf den Flughafen Zürich-Kloten komme, sei das Schlimmste zu befürchten, insbesondere in der Einflugschneise des Glattals und des Pfannenstiel, schreibt der Hausverein in seiner Mitteilung vom Mittwoch (21.06.). Der Hausverein fordert deshalb die betroffenen Mitglieder auf, bis spätestens Ende Monat vorsorglich eine Schadenersatzforderung an den Regierungsrat zu richten.

Der Verein hält fest, dass er die Pläne zum Ausbau des Flughafens zu einem der grössten Hubs in Europa von Anfang an als überrissen hielt und sich gegen die Privatisierung wandte. Der Flughafen habe bereits heute seine Kapazität klar überschritten, da er mitten im Siedlungsgebiet liege.

Konkret fordert der Hausverein die Rücknahme der Lärmgrenzwerte von 65 auf 60 Dezibel, ein Nachtflugverbot von 21 bis 6 Uhr, die Plafonierung auf 250’000 Flugbewegungen pro Jahr und eine freiwillige Abgabe auf Flugtickets gemäss einem VCS-Vorschlag.

swissinfo und Agenturen


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