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Schuld ist immer die Software!

Kritischer Blick eines Swisscom-Technikers auf die Elektronik. Keystone

Die Ursache der grossen Swisscom-Natelpanne vom letzten Freitag ist geklärt: Unterschiedliche Softwarefehler in zwei verschiedenen Systemen hatten zum Zusammenbruch des Natel-Netzes geführt. Der Systemlieferant soll zur Rechenschaft gezogen werden.

Swisscom spricht am Dienstag (31.07.) von einer «Verkettung zweier gravierender Probleme». Ausgangspunkt der Störung war ein Softwarefehler im Zentralrechner in Lausanne. Als dieser ausfiel, übernahm ein gleich ausgelegtes «Sicherheitssystem» an einem anderen Ort dessen Aufgabe.

Doch auch dieses wurde ein Opfer eines Softwarefehlers. Durch den zweiten Fehler kam es zu einer Kettenreaktion. Dabei wurde die Kapazität des Systems vorerst massiv reduziert. Im Laufe des Freitagnachmittags fiel das Natelnetz der Swisscom dann vollständig aus. Der Mobile-Super-GAU verursachte der Swisscom einen Schaden von rund 30 Mio. Franken.

Einzelne Fehler in Software-Systemen seien trotz umfassenden Tests vor dem Einsatz nicht auszuschliessen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die fehlerhafte Software habe in den Wochen davor ohne Probleme gearbeitet. Das von Swisscom eingesetzte System sei weltweit im Einsatz.

Kaum Schadenersatz

Swisscom prüft nun gemäss eigenen Angaben trotzdem, ob beim Lieferanten des Systems Schadenersatz geltend gemacht werden können. Allerdings wird eingeschränkt, dass technische Systeme keine 100-prozentige Verfügbarkeit garantieren.

Seit Behebung der Panne ist es laut Swisscom zu keinen weiteren Störungen gekommen.

swissinfo und Agenturen

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