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Schweizer Immobilienmarkt: Krise laut CS-Studie überwunden

Der Schweizer Immobilienmarkt hat seine Durststrecke überwunden. Besonders an bevorzugten Lagen wird Gewerbe- und Wohnraum bereits wieder knapp. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch (12.04.) vorgestellte Studie der Grossbank Credit Suisse.

Der Schweizer Immobilienmarkt hat seine Durststrecke überwunden und bewegt sich aus der Talsohle. Besonders an bevorzugten Lagen wird Gewerbe- und Wohnraum bereits wieder knapp. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch (12.04.) vorgestellte Studie der Grossbank Credit Suisse. Regional bestehen aber grosse Unterschiede.

«In den Ballungszentren werden für kommerzielle Liegenschaften bereits wieder Preise bezahlt wie vor der Immobilienkrise der neunziger Jahre», schreiben die Autoren der Studie. Im Wohnungsmarkt bestehe ein grosses Nachfragepotenzial nach den eigenen vier Wänden, und die Tendenz zu grösseren Wohnungen nehme weiter zu.

Auf dem Mietwohnungsmarkt findet laut der Studie ein Verdrängungswettbewerb statt. Günstige Eigentums- und Neuwohnungen sowie aufgewertete Altwohnungen konkurrenzierten den Altbestand. Die recht gute Konjunkturperspektive ziehe auch den kommerziellen Immobilienmarkt aus der Krise. In Ballungszentren habe der Markt erstaunlich schnell gedreht und bereits mache sich, vornehmlich in den Zentren, Knappheit bemerkbar.

Der Platz an den zentralen Toplagen sei bereits ausverkauft und es finde eine Ausbreitung in Richtung Agglomerationen statt. Allerdings bildeten dort die vielen ungenutzten oder unternutzten industriell-gewerblichen Flächen ein Problem. Rückbau oder Abbruch seien oft teuer und wenig lukrativ.

Das regionale Ungleichgewicht im Immobilienmarkt wird laut Studie eher noch verstärkt. Im kommerziellen Bereich sei dies eine Folge der unterschiedlichen Wertschöpfungs- und Beschäftigungsentwicklung. Im Wohnungsmarkt spielten vor allem demographische Phänomene eine Rolle. Dazu komme, dass Entstehung und Verwendung der Einkommen regional immer weiter auseinander klaffe.

Die insgesamt chancenreichsten Immobilienmärkte ortete die Studie im Einzugsbereich der Wirtschaftszentren Zürich, Basel und Genf.

swissinfo und Agenturen

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