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Sicherheit am WEF kostet 10 Millionen

Kontrollposten vor Davos während des WEF 2001. swissinfo.ch

Die Sicherheits-Kosten für das World Economic Forum (WEF) 2002 werden sich auf 9,976 Mio. Franken belaufen. Gegenüber den Aufwendungen am diesjährigen Davoser Weltwirtschafts-Gipfel bedeutet dies eine Zunahme von 2,15 Mio. Franken.

Grund für die Kostensteigerung ist der Einsatz von zusätzlichem Sicherheits-Personal. Globalisierungs-Gegnern soll Platz zugestanden werden, um ihre Anliegen zu vertreten, wie die Bündner Regierungs-Präsidentin Eveline Widmer am Mittwoch im Grossen Rat sagte.

Laut Widmer hat der Bund seinen Kostenanteil für das nächste WEF zugesichert. Er sei bereit, drei Achtel der Sicherheits-Kosten zu zahlen.

«Enorme Kostenentwicklung»

Die Sicherheits-Kosten für das Weltwirtschafts-Forum 2001 betrugen 7,83 Mio. Franken. Nicht eingerechnet darin sind allerdings 820’000 Franken für den Einsatz des Festungswacht-Korps. Der Bund hat dem Kanton Graubünden diese Kosten erlassen.

Regierungs-Präsidentin Widmer gab die neusten Zahlen für die WEF- Sicherheits-Kosten im nächsten Jahr am Mittwoch im Rahmen der Behandlung von Nachtragskrediten bekannt. Sie sprach dabei von einer «enormen Kosten-Entwicklung». Noch 1998 bezifferten sich die Ausgaben für die Sicherheit auf lediglich 270’500 Franken.

Diskussion abgeklemmt

Einzelne Grossrätinnen und Grossräte kündigten an, sie seien im November bei der Budget-Beratung nicht mehr bereit, den Sicherheits-Aufwendungen für das kommende WEF zuzustimmen. Der Preis für das Weltwirtschafts-Forum sei mittlerweile zu hoch und stehe in keinem Verhältnis mehr.

Eine anlaufende WEF-Debatte im Bündner Parlament wurde jedoch abgeklemmt. Der SVP-Politiker Hansjörg Trachsel stellte einen Antrag auf Beendigung der Diskussion mit der Begründung, die Aussprache sei im November im Zusammenhang mit der Budget-Genehmigung zu führen. Der Antrag wurde mit 84 zu 13 Stimmen angenommen.

swissinfo und Agenturen

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