Überlebenshilfe für Schweizer Verlage: Pro Helvetia und Migros entrichten Prämien
Die Schweizer Verlage erhalten finanzielle Hilfe. Erstmals vergeben Pro Helvetia und das Migros- Kulturprozent Verlagsprämien in der Schweiz. Der gemeinsame Förderungsbetrag beläuft sich auf 300'000 Franken.
Die Schweizer Verlage erhalten finanzielle Hilfe. Erstmals vergeben Pro Helvetia und das Migros- Kulturprozent Verlagsprämien in der Schweiz. Der gemeinsame Förderungsbetrag beläuft sich auf 300’000 Franken.
In diesem Jahr werden drei Westschweizer Verlage mit Verlagsprämien von je 100’000 Franken augezeichnet. Diese gehen an Editions de L’Aire, Bernard Campiche Editeur und Editions Zoé. Nächstes Jahr wird für Verlage in der Deutschschweiz ebenfalls ein Gesamtbetrag von 300’000 Franken zur Verfügung stehen.
Das Geld soll es den Schweizer Verlagen ermöglichen, sich in den Bereichen Vertrieb und Werbung zu engagieren, damit ihre Werke auch im Ausland ein grösseres Publikum erreichen. Gleichzeitig soll mit dieser für die Schweiz neuen Förderung die kontinuierliche kreative Arbeit literarischer Verlage gewürdigt werden.
Das Projekt «Verlagsprämien» bezeichnen Pro Helvetia und Migros- Kulturprozent in einem Communiqué vom Mittwoch (8.12.) als Meilenstein in der Kultur- und Literaturförderung. Erstmals leisteten damit eine öffentliche und eine private Institution gemeinsam einen Beitrag an das Überleben von Schweizer Verlagen.
Die Schweizer Verlage litten unter dem kleinen Absatzmarkt in den einzelnen Sprachregionen und der schlechten Akzeptanz auf dem Markt der gleichsprachigen Nachbarländer. Zudem sei die Lage durch Verkäufe von Schweizer Verlagen und die drohende Aufhebung des festen Ladenpreises noch schwieriger geworden.
SRI und Agenturen
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