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Uhren-Exporte auf Rekordhöhe

Uhren-Herstellung bei IWC Schaffhausen. Keystone

Schweizer Uhren sind im Ausland begehrt wie noch nie. Die Branche rechnet im laufenden Jahr mit einer Zunahme der Ausfuhren von mehr als drei Prozent auf einen Wert von rund 9,4 Milliarden Franken.

Schweizer Uhren sind im Ausland gefragt wie noch nie. Bis Ende Juli dürfte sich das starke Wachstum von 14,5 Prozent in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres fortsetzen, erwartet der Präsident des Branchenverbandes FH Daniel Habersaat.

Für die letzten Monate des Jahres werde eine Stabilisierung eintreten, sagte Habersaat an der an der Generalversammlung des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag (22.06.) in Neuenburg.

Einbussen könnten der Uhrenindustrie durch eine Abschwächung des Dollars als Folge der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA entstehen, sagte Habersaat. Die Vereinigten Staaten halten bei den Abnehmern mit einem Zuwachs von 20,4 Prozent in den ersten vier Monaten eine Spitzenposition. Die mittlerweile solide Basis in Asien dürfte einen eventuellen Rückgang in den USA aber auffangen, schätzte Habersaat.

Keine Mitbestimmung in der EU

Der FH-Präsident begrüsste das Ja zu den bilateralen Abkommen mit der EU. Das Problem der fehlenden Teilnahme bei der Ausarbeitung von Regelungen bleibe allerdings bestehen, sagte er. Die Schweiz habe keine Mitbestimmung bei wichtigen Entscheiden wie jenem zum Nickelanteil im Stahl, der gegenwärtig in Brüssel anstehe.

Wichtig sei für die Zukunft der Schweizer Uhrenindustrie ein vereintes Auftreten, sagte Habersaat. Die entsprechenden Veränderungen hin zu einer modernen Brnachenvertretung müssten nun in Angriff genommen werden. Erstmals wurde von der Generalversammlung eine Frau in die Verbandsleitung gewählt.

Bundesrat Pascal Couchepin drückte in seiner Rede Freude aus über den Aufschwung in der Schweiz und die gute Gesundheit der Weltwirtschaft. Die Uhrenexportindustrie profitiere von diesem günstigen Klima, sagte er. Die «ausgezeichnete» Situation in der Schweiz sei vor allem das Verdienst der Wirtschaftsakteure sowie der Forschungs- und Bildungswelt. Die Uhrenindustrie sei ein gutes Beispiel für die Fähigkeit, beweglich zu reagieren, sagte Couchepin weiter.

swissinfo und Agenturen

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