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Unctad X: Schweiz fordert mehr Transparenz und bessere Integration der ärmsten Länder

Die Schweiz will sich an der 10. Unctad-Konferenz in Bangkok (12.-19.02.) für eine grössere Transparenz und Effizienz der UNO-Organisation einsetzen. Gleichzeitig will Bern für eine verstärkte Unterstützung der ärmsten Länder plädieren.

Die Schweiz will sich an der 10. Unctad-Konferenz in Bangkok (12.-19.02.) für eine grössere Transparenz und Effizienz der UNO-Organisation einsetzen. Gleichzeitig will Bern für eine verstärkte Unterstützung der ärmsten Länder plädieren.

Die siebenköpfige Schweizer Delegation an der 10. UNO-Welthandels- und Entwicklungskonferenz (Unctad X) wird von Staatssekretär David Syz geleitet. Die 190 Mitgliederländer der Unctad treffen alle vier Jahre zu einer Konferenz zusammen.

Für Laurent Guye, Mitglied der Schweizer Delegation und Chef der Abteilung Entwicklung beim Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) hat die Konferenz eine doppelte Aufgabe. Neben einem Forum insbesondere für Entwicklungsländer müssten an der Konferenz insbesondere die Folgen der Globalisierung diskutiert werden.

Die Unctad-Konferenz in Bangkok bietet Gelegenheit für eine Debatte nach dem gescheiterten Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) im letzten Dezember in Seattle. Die Schweizer Delegation macht sich aber keine zu grossen Illusionen.

Die Entwicklungsländer dürften in Bangkok erneut in erster Linie auf einer Öffnung der Märkte in den Industrieländern für ihre Agrarprodukte bestehen. Diese Forderung stösst insbesondere auf Seiten der Europäer auf Widerstand.

Die Schweiz will in Bangkok betonen, dass die ärmsten Länder verstärkt unterstützt werden müssen. Insbesondere die technische Hilfe an diese muss laut seco vergrössert und gezielter ausgerichtet werden.

Im Bereich des Marktzugangs erachtet es Bern als notwendig, dass auch die wirtschaftlich besser gestellten Entwicklungsländer Bemühungen unternehmen. «Für die meisten der ärmsten Länder befinden sich die am nächsten gelegenen Absatzmärkte in Entwicklungsländern. Diese müssen ihre Grenzen für die ärmsten
Staaten öffnen», erklärte Laurent Guye im Vorfeld der Konferenz. Diese Forderung sei allerdings nicht sehr populär.

An der Unctad-Konferenz soll auch ein Aktionsplan verabschiedet werden. «Wir möchten, dass die Unctad sich nicht zu sehr verzettelt, sondern ihre spezifischen Aufgabenbereiche verstärkt», betonte Guye. Die UNO-Organisation müsse vorrangig dazu beitragen, die Kapazität der ärmsten Länder zu stärken.

Die grossen Industrieländer sind in Bangkok nicht durch ihre Handelsminister, sondern durch die Verantwortlichen für Zusammenarbeit und Entwicklung vertreten. Für multilaterale Handels-Verhandlungen sei die WTO das geeignete Forum, erklärt Guye.

Die Schweiz will in Bangkok auch dafür plädieren, dass die Unctad bei der Durchführung ihrer Programme eine grössere Transparenz sowie eine bessere Informationspolitik anwendet.

Die Schweiz trägt 1,5 Prozent (3 Millionen Franken) des regulären Unctad-Budgets pro Jahr. Weitere 3 Millionen Franken werden von Bern für Spezial-Programme der Unctad bezahlt, darunter ein Informatikprogramm für die Entschuldung der ärmsten Länder.Weiter unterstützt die Schweiz Unctad-Programme im Bereich der Zollverwaltung sowie zur Förderung ausländischer Investitionen in den ärmsten Ländern.

SRI und Agenturen

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