Verschuldungsquote von Bund, Kantonen und Gemeinden im Jahr 2000 leicht rückläufig
Bund, Kantone und Gemeinden in der Schweiz budgetieren für das laufende Jahr einen Ausgabenüberschuss von insgesamt 5 Milliarden Franken; 2,2 Milliarden weniger als 1999. Erstmals seit einem Jahrzehnt dürfte damit die Verschuldungsquote leicht sinken.
Bund, Kantone und Gemeinden in der Schweiz budgetieren für das laufende Jahr einen Ausgabenüberschuss von insgesamt 5 Milliarden Franken, 2,2 Milliarden weniger als 1999. Erstmals seit einem Jahrzehnt darf damit wieder mit einer rückläufigen Verschuldungsquote gerechnet werden.
Die grossen Sparanstrengungen der letzten Jahre und das günstigere wirtschaftliche Umfeld hätten zu diesem Resultat beigetragen, teilte das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) am Dienstag (08.02.) mit. Erstmals seit 1990 dürfe wieder mit einer rückläufigen Verschuldungsquote gerechnet werden.
Die Ausgabenüberschüsse fallen hauptsächlich beim Bund (3 Milliarden) und bei den Kantonen (1,5 Milliarden) an. Die kleinen und mittelgrossen Gemeinden präsentieren insgesamt ein ausgeglichenes Budget. Die Städte verzeichnen dagegen immer noch hohe Defizite, wenn auch leicht geringere als 1999.
Nachdem die Defizitquote in den Jahre 1992 und 1993 auf bis zu 3,8 Prozent gestiegen war, wird sie im laufenden Jahr mit 1,4 Prozent rund 0,5 Prozentpunkte unter jener des Vorjahres veranschlagt. Die Schweiz erfüllt damit die Konvergenzkriterien der EU weiterhin.
Die Schulden nehmen nur noch leicht auf rund 203 Milliarden zu. Die Verschuldungsquote wird per Ende Jahr auf rund 51 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) zurückgehen. Die Schweiz steht damit laut dem EFD im internationalen Vergleich recht gut da, obschon sich die Gesamtverschuldung seit 1990 mehr als verdoppelt hat.
SRI und Agenturen
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