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Weniger Prämieneinnahmen bei den Privatversicherern

Zum ersten Mal sei 60 Jahren haben die Schweizer Privatversicherer 1999 weniger Prämien eingenommen als im Vorjahr. Gleichzeitig sind sie wegen Unwetterschäden kräftig zur Kasse gebeten worden.

Zum ersten Mal sei 60 Jahren haben die Schweizer Privatversicherer 1999 weniger Prämien eingenommen als im Vorjahr. Gleichzeitig sind sie wegen Unwetterschäden kräftig zur Kasse gebeten worden.

46,1 Mrd. Fr. an Prämien haben die Mitglieder des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) 1999 in der Schweiz eingenommen. Das sind fast 5 Prozent weniger als im Vorjahr (48,4 Mrd. Fr.). Diese Zahlen hat der SVV am Dienstag und Mittwoch (26.01.) an Medienkonferenzen in Lugano, Lausanne und Zürich vorgestellt.

Das Ergebnis ist auf den Rückgang der Beitragseinnahmen für Lebensversicherungen von 35 auf 32,6 Mrd. Fr. zurückzuführen. Im Nichtlebengeschäft verharrten die Prämien dagegen bei 13,5 (13,4) Mrd. Franken. SVV-Präsident Riccardo Jagmetti bezeichnete das Ergebnis in Lugano als zufriedenstellend.

Stempelabgabe wirkte sich aus

Der SVV, der dieses Jahr 100 Jahre alt wird, sieht einen der Gründe für den Rückgang in einer Sättigung des Marktes. Dazu habe sich im Lebengeschäft die Einführung der Stembelabgabe auf Einmalprämienversicherungen ausgewirkt, sagte Jagmetti. «Erfreulich hoch» seien dagegen die Finanzerträge ausgefallen. Weltweit hat das Prämienvolumen der Schweizer Versicherer leicht von 125,4 auf 125,9 Mrd. Fr. zugenommen. 38 Prozent der Prämien wurden in der Schweiz, 41 Prozent in der EU und knapp 21 Prozent in anderen Staaten eingenommen.

Schäden für 550 Mio. Franken

1999 wurden die Versicherungen kräftig zur Kasse gebeten. Dazu trugen neben dem Lawinenwinter auch die Überschwemmungen im Mai (Bild) und der Wirbelsturm «Lothar» vom 26. Dezember bei. Präsident Jagmetti, der sein Amt im Mai an Hansjörg Frei, Direktionsmitglied bei der Winterthur, abgibt, nannte eine Schadensumme von 550 Mio. Franken. «Allein der Wirbelsturm ‚Lothar‘ hat innert weniger Stunden Schäden für ungefähr 195 Millionen angerichtet», unterstrich Jagmetti. Überdies haben die steigenden Gesundheitskosten das Ergebnis bei den Privatversicherern gedrückt.

Um den negativen Trends bei der Prämien- und Schadenentwicklung entgegen zu wirken haben die Versicherer das Kostenmanagement gestrafft. Es habe aber keinen Stellenabbau gegeben, betonte der SVV. Die Privatversicherer beschäftigten 1999 fast 48’000 Personen, leicht mehr als 1998.

SRI und Agenturen

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