Zschokke verdreifacht Gewinn
Der restrukturierte schweizer Bau- und Immobilienkonzern Zschokke hat seinen Gewinn 1999 verdreifacht. Der Konzernumsatz stieg gegenüber 1998 dagegen nur leicht, wie die Zschokke Holding AG am Mittwoch (26.04.) in Zürich bekannt gab.
Der restrukturierte schweizer Bau- und Immobilienkonzern Zschokke hat seinen Gewinn 1999 verdreifacht. Der Konzernumsatz stieg gegenüber 1998 dagegen nur leicht, wie die Zschokke Holding AG am Mittwoch (26.04.) in Zürich bekannt gab. Für die Zukunft wird eine weitere Stärkung der Ertragskraft erwartet.
Die vor drei Jahren eingeleitete Restrukturierung schlug sich letztes Jahr verstärkt in erfreulichen Zahlen nieder, wie es an der Medienkonferenz hiess. Der Konzerngewinn wurde im Vorjahresvergleich auf 7,6 Mio. Franken verdreifacht, der Betriebsgewinn mit 17,0 Mio. Franken nahezu verdoppelt.
Der Gruppenumsatz stieg um 5,7 Prozent auf 1,072 Mrd. Franken. Der Auftragsbestand nahm um 25 Prozent auf 1,111 Mrd. Franken zu. Die Bruttoschulden wurden von rund 170 Mio. auf 135,3 Mio. Franken gesenkt. Der durchschnittliche Personalbestand wuchs um knapp ein Prozent auf 2’645 Personen.
Das Ergebnis nach Tätigkeitsbereichen
Alle Tätigkeitsbereiche des Zschokke-Konzerns wiesen 1999 positive Resultate aus. Die Generalunternehmung steigerte den Umsatz um drei Prozent auf 440 Mio. Franken und das Betriebsergebnis um sechs Prozent auf 5,3 Mio. Franken; bereits gesichert ist der für 2000 budgetierte Jahresumsatz von 506 Mio. Franken, und es wird erneut ein gutes Ergebnis erwartet.
Der Umsatz der Bauproduktion stieg um sechs Prozent auf 567 Mio. Franken, das Betriebsergebnis um 61 Prozent auf 10,3 Mio. Franken; der diesjährige budgetierte Jahresumsatz ist ebenfalls bereits gesichert, die Rendite dürfte besser ausfallen.
In der Immobilienbewirtschaftung wurde ein 17 Prozent höherer Honorarumsatz von 18,9 Prozent erzielt, doch sank der Betriebsgewinn um 15 Prozent auf 1,1 Mio. Franken.
In der Projektentwicklung wurde eine Umsatzsteigerung um 53 Prozent auf 8,1 Mio. Franken erzielt; dieser Bereich werde sich in den nächsten Jahren zu einem wichtigen Ertragspfeiler der Gruppe entwickeln, hiess es dazu.
Die Zschokke Holding AG erzielte einen Jahresgewinn von 2,1 Mio. Franken, 89 Prozent mehr als im Vorjahr.
Günstige Aussichten
Die Aussichten auf dieses Jahr werden als günstig beurteilt. Der scheidende Verwaltungsratspräsident Bernard Koechlin bezeichnete eine Eigenkapitalrendite von zehn Prozent als realistisch. Nach der strategischen Neuausrichtung auf die Kernbereiche Generalunternehmung, Bauproduktion und Immobilienbewirtschaftung könne die Strategie nun vermehrt auf Expansion gerichtet werden, sagte Koechlin. Weiteres Wachstum solle sowohl intern als auch durch Akquisitionen erzielt werden; auch Partnerschaften seien nicht ausgeschlossen.
swissinfo und Agenturen
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