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HANNOVER (awp international) - Tui-Chef Michael Frenzel bläst auf der Hauptversammlung des Konzerns ein scharfer Wind ins Gesicht. Aktionärsvertreter laufen Sturm gegen eine diskutierte Vertragsverlängerung für den Manager, der seit 17 Jahren das Geschäft der Tui und ihrer Vorgängerin Preussag leitet. "Stoppen Sie die Alleinregentschaft von Herrn Dr. Frenzel", sagte Fondsmanager Ingo Speich von Union Investment. "Es ist uns ein Rätsel, wie sich eine Führungskraft mit solchen Leistungen so lange auf dem Chefsessel eines internationalen Unternehmens halten konnte."
Frenzels Vertrag läuft im März 2012 aus, in Medienberichten war allerdings von einer möglichen Vertragsverlängerung bis 2014 die Rede gewesen. Aktionäre kritisierten vor allem die Wertentwicklung der Tui-Aktie und Interessenkonflikte im Aufsichtsrat. "Seit 1994 hat der Dax um 200 Prozent zugelegt. Die Tui-Aktie hat sich seitdem inklusive aller Dividendenzahlungen nicht bewegt", sagte Fondsmanager Speich.
Auch Hans-Christoph Hirt, Manager beim Pensionsfonds Hermes, warf Frenzel Misswirtschaft vor. "Nach der Stabilisierung von Tui ist es nun auch höchste Zeit für einen Wechsel an der Spitze des Vorstands", sagte er. Auch einen Wechsel des Managers in den Aufsichtsrat werde Hermes nicht unterstützen. Der Vertreter des zweitgrössten Tui-Aktionärs John Fredriksen, Tor Olav Troim, hielt sich im Gegensatz zu früheren Jahren mit Rücktrittsforderungen zwar zurück. Es sei allerdings nicht zu leugnen, dass sich die Tui AG unter Herrn Frenzel nicht positiv entwickelt habe. 2012 sei Zeit für einen Wechsel an der Vorstandsspitze.
Aufsichtsratschef Dietmar Kuhnt wollte zu den Überlegungen für die künftige Vorstandsspitze nicht Stellung nehmen. Eine Entscheidung müsse der neue Aufsichtsrat treffen, der bei der Hauptversammlung erst noch gewählt werden muss. Die Nominierungsliste löste wegen befürchteter Interessenkonflikte wie bereits in früheren Jahren ebenfalls Kritik aus. "Wir bitten darum, dass Entscheidungen im Sinne des Unternehmens und nicht im Sinne von Aktionären mit Partikularinteressen getroffen werden", sagte Hirt. In den Tui-Aufsichtsrat sollen wieder Vertreter von Hotelketten und der Sparkassenchef aus dem spanischen Alicante einziehen./stw/stk

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