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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Zweimal Parteien, zweimal Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die in die alte Heimat zurückkehrten. Aber Achtung: Es ist bunter als es tönt.

Beste Sommergrüsse aus Bern

© Keystone / Christian Beutler

2008 wurde ein kleiner Teil der SVP zur BDP. Jetzt ist der Zyklus der Splitterpartei am Ende.

Zu rechts, zu konservativ, zu viel Blocher: Dies waren die Gründe, die vor 12 Jahren eine Schar Mitglieder der Schweizerischen Volkspartei (SVP) zur Gründung einer eigenen Partei führte.

Bürgerlich-Demokratische Partei, kurz: BDP hiess der neue, kleine Player in der politischen Mitte. Ihr Zugpferd: Finanzministerin Evelyne Widmer Schlumpf.

Was zu befürchten war, trat ein: Nach dem Rücktritt ihrer Lichtgestalt sackte die BDP in sich zusammen wie eine Sandburg. Jetzt wollen die letzten Überlebenden fusionieren – mit der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), auch sie im kontinuierlichen Niedergang. Zusammen wollen sie die Grundlage für eine neue Volkspartei im politischen Zentrum bilden.

Keystone / Jean-christophe Bott

Auch die SVP, stärkste Partei der Schweiz, ist aus dem Tritt. Der Noch-Präsident macht auf Optimismus.

30%: Nur so viele Bürgerinnen und Bürger wollen laut Umfrage im Herbst «Ja» zur Volksinitiative sagen, mit der die SVP den freien Personenverkehr mit der EU stoppen will.

Albert Rösti, dessen Demission als Parteipräsident durch den Lockdown aufgeschoben wurde, ist dennoch guter Dinge. Er geht nach dem Herunterfahren der Wirtschaft von einer baldigen Kündigungswelle in Schweizer Betrieben aus.

Röstis Rechnung: Da werde sich mancher überlegen, «ob die günstige Konkurrenz aus der EU nicht auch den eigenen Arbeitsplatz gefährden könnte». Ob sie aufgeht, werden wir am 27. September wissen.

Tages-Anzeiger/Clément Grandjean

Als Auslandschweizerin stand sie in London vor dem erfolgreichen Karriereschritt. Doch dann hatte sie einen anderen Plan.

Sofia de Meyer sollte Partnerin in einer renommierten Anwaltskanzlei in London werden. Lange Arbeitstage, Haus an Top-Lage, vollgestopft mit Luxus: So hätte ihr Leben fortan ausgesehen.

Doch die Juristin aus einem Waadtländer Bergdorf hörte tief in sich. Nein, tönte es von dort. De Meyer verkaufte das Haus und übergab die gesammelte Garderobe einem Hilfswerk.

Etwas Sinnvolles tun, im Einklang mit der Natur und der lokalen Wirtschaft, sagte die Stimme weiter. Heute produziert sie in ihrer alten Heimat hochwertige Fruchtsäfte, Limonaden und Hafermilch. Doch de Meyer möchte viel mehr: Das Leben der Menschen und das System der Wirtschaft ändern.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Ziehen Sie in Erwägung, wegen der Corona-Pandemie zurück in die Schweiz zu ziehen?

Sei es aus finanziellen / geschäftlichen Gründen, oder etwa um Ihre Kinder hier zur Schule zu schicken? Immer mehr Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern entscheiden sich dazu, in die Schweiz zurückzukehren. Gehören Sie auch dazu? Wir würden gerne über Ihre Erfahrungen sowie von Ihren Plänen und Vorbereitungen hören. Schreiben Sie uns. Diese Auslandschweizerin erzählt uns, wie sie den…

49 Kommentare
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zvg

Auch Salomons sind Auslandschweizer, die heimgekehrt sind. Hier hören aber die Parallelen zu Sofia de Meyer schon auf.

Die junge Familie aus Zürich wollte helfen: Sie baute in Sri Lanka ein kleines Ferienresort auf, um damit ein Frauenhaus mit 12 Plätzen zu finanzieren.

Die Covid-19-Pandemie zwang die Eltern und ihre zwei kleinen Mädchen zur Rückkehr in die Schweiz. Wie Nomaden ziehen sie in ihrer alten Heimatstadt von einer Unterkunft zur nächsten.

Nun benötigt die Familie selbst Hilfe: Um in ihrer kleinen Ferienanlage auf Sri Lanka die Angestellten weiter bezahlen zu können, sind Salomons auf Spenden angewiesen. Derweil bietet ihr Haus Frauen weiter Schutz, die vor einem gewalttätigen Mann flüchten müssen.

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