Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Natürlich existiert kein Bild von ihr: Ibu Silla, Sklavin aus Borneo. Dabei war sie "Geburtshelferin" der modernen Schweiz – lernen Sie sie kennen!
Herzliche Grüsse aus Bern and stay safe!
Niemand kennt Ibu Silla. Sie war eine Sklavin aus Borneo – und prägte die Gründung der Schweiz.
Das Geschäft von Louis Wyrsch aus dem Kanton Nidwalden in den 1820er-Jahren: Auf der indonesischen Insel Borneo für seine niederländischen Kolonialherren die Aufstände der Einheimischen niederzuschlagen.
Mit seiner Haushälterin – Sklavin wäre wohl auch korrekt – hatte er drei Kinder. Mit zwei von ihnen kehrte er 1832 in die Schweiz zurück. Ibu Silla und ein Kind liess er zurück.
Louis, den Ibu Silla bei Krankheiten und nach Verletzungen gesundgepflegt hatte, wurde Nidwaldner Regierungspräsident und war einer der Redaktoren der Bundesverfassung von 1848.
Sein Sohn Alois – hier anstelle seiner Mutter abgebildet – folgte dem Vater als Nidwaldner Regierungspräsident und wurde der erste Schweizer Parlamentarier «of color».
- Wie eine Frau aus Borneo die Gründung der Schweiz prägteExterner Link – historische Würdigung der «vergessenen» wichtigen Frau im Online-Magazin Republik.
- Schweizer Söldner verhalfen dem Kolonialismus zum Erfolg – unser Beitrag von letztem Juni.
- Die Schweiz und der Kolonialismus – unser Schwerpunktbeitrag zur Debatte des Postkolonialismus in der Schweiz.
- Das koloniale Erbe beschäftigt auch Schweizer Museen – Kollegin Julia Crawford über Restitution aus Schweizer Sammlungen.
Wie verbringen Sie die Feiertage im Ausland?
Die etwas anderen Festtage stehen vor der Türe. In 10 Tagen ist Weihnachten. Dabei werden viele Menschen rund um den Globus dieses Jahr nicht so feiern wie sie es sich gewohnt sind.
Die Tageszeitung Blick will wissen, wie Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, Ihre Festtage verbringen und hat dafür einen Aufruf gestartet. Wir sind gespannt auf die Resultate.
Übrigens haben wir einen solchen Aufruf schon letztes Jahr gemacht. Viele spannende Berichte von verschiedenen Traditionen aus aller Welt haben uns erreicht.
Dabei wurde von bisher unbekannten Weihnachtsbräuchen aus Deutschland oder Dänemark erzählt. Zudem konnte in Erfahrung gebracht werden, warum in Indonesien das ganze Jahr Weihnachten ist und wer in Argentinien den Garten in einen Konzertsaal verwandelt.
- Hier geht’s zum BLICK-Aufruf: http://s.swissin.fo/bOPYX9HExterner Link
- Lesen Sie unseren Artikel hier.
- In unserem Forum für die Fünfte Schweiz entdecken Sie viele spannende Geschichten für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Was tut SWI swissinfo.ch für die Community und was beschäftigt die 5. Schweiz? Hier stehen Sie im Fokus!
Allen schönen Beteuerungen zum Trotz: Die Schweiz wirtschaftet nicht nachhaltig.
Damit ist sie aber in «guter» Gesellschaft, denn keines der entwickelten Länder hat dies bisher geschafft. Zu diesem Schluss kommt die UNO in ihrem neuen Ländervergleich über Entwicklung, dem Human Development Index. Erstmals wurden dabei CO2-Emissionen und der materielle Fussabdruck der Gesellschaften berücksichtigt.
Dabei geht es nicht nur um den Klimawandel oder die aktuelle Coronavirus-Pandemie, sondern auch um den Verlust der Artenvielfalt und die Ausbeutung der Rohstoffe.
Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind so dramatisch, dass Wissenschaftler von einem neuen geologischen Zeitalter sprechen, dem Anthropozän.
- «Die Schwächsten leiden am meisten» – unser Interview mit dem UNO-Entwicklungsexperten Pedro Conceição zum aktuellen Report.
- Die Schweizerische Nationalbank ignoriert den Klimawandel – Beitrag von Kollege Stefan Boss.
- So stark trifft der Klimawandel die Schweiz – unser Hintergrund mit zahlreichen Grafiken.
Das Coronavirus hat einen Politskandal erster Güte verdrängt – die Crypto-Affäre. Wir bringen sie zurück.
Die Schweizer Firma Crypto aus dem Kanton Zug produzierte jahrzehntelang Chiffriermaschinen. Diese waren aber so manipuliert, dass die Geheimdienste CIA und BND damit die halbe Welt ausspionieren konnten. Hinweise gab es schon lange, aber erst im Februar 2020 wurde der Skandal aufgedeckt.
Statt einer sogenannten PUK gibt es einen offiziellen Bericht dazu. Die Operation als solche sei gemäss den damaligen und heutigen Rechtsgrundlagen legal gewesen, schreibt die Geschäftsprüfungsdelegation des Schweizer Parlaments. Dasselbe gelte für die Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten.
Absolution also? Nein, denn die Schweiz habe seit 1993 Kenntnis gehabt vom gewollten Leck. Und damit stellt sich natürlich die Frage nach der Neutralität des Landes.
- Die Crypto-AG: Ein Spionage-Thriller aus dem Kalten Krieg – Dominik Landwehr hat den brisanten Bericht für Sie gelesen.
- Weltweite Spionage-Operation mit Schweizer Firma aufgedecktExterner Link – die Recherche von u.a. dem Schweizer Fernsehen SRF von Februar 2020, die alles ins Rollen brachte.
- Crypto-Affäre: Der Schweizer Geheimdienst war ausser KontrolleExterner Link – Bericht in der Aargauer Zeitung (Paywall)
Heute für Sie: Unser Fensterchen Nummer 15 im Adventskalender
Dieses Jahr widmen wir unseren Adventskalender der Schweizer Kunst- und Kulturszene. Aufgrund der Coronakrise litt sie heuer besonders – auf diese Weise wollen wir den Künstlerinnen und Künstlern unseren Tribut zollen.
Riesige Fassadenwände in aller Welt tragen seine Signatur. In der Schweiz ist sein künstlerisches Schaffen kaum bekannt. Lernen Sie Onur aus dem Kanton Solothurn kennen.
- Hier finden Sie unseren Kulturtipp
- Wollen Sie uns Künstlerinnen und Künstler aus Ihrem Kanton vorschlagen? Machen Sie das in unserer Umfrage!
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