The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Vier Schüler schreiben an Schulpulten

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland 

Unter Geflüchteten sind unbegleitete Jugendliche und Kinder, die in die Schweiz kommen, besonders verletzlich. Die Behörden machen sie noch verletzlicher.

Beste Grüsse aus Bern

Vier Schüler schreiben an Schulpulten
© Keystone / Gian Ehrenzeller

Ein Buchstabe macht den Unterschied: Das Staatssekretariat für Migration unterscheidet zwischen «UMA» und «SUMA».

Bisher gibt es für Jugendliche, die ohne Begleitung in die Schweiz geflüchtet sind, die offizielle Bezeichnung «unbegleitete minderjährige Asylsuchende» oder Kurz «UMA».

Neu gibt die Unterkategorie «SUMA» – «selbstständige unbegleitete minderjährige Asylsuchende». Diese 16- bis 18-Jährigen benötigen laut der Behörde weniger spezifische Unterbringung und Betreuung.

Das heisst: Sie haben kein Anrecht mehr auf Privatsphäre, Schulunterricht und eine sozialpädagogische Bezugsperson.

Laut UNO-Kinderrechtskonvention muss die Schweiz allen Menschen bis 18 Jahre das Recht auf Bildung, Entwicklung, Gesundheit, Gleichbehandlung, Privatsphäre und Schutz vor Gewalt gewähren.

Linke demonstrieren am Samstag in Zürich gegen Massnahmengegner und Corona-Skeptiker. KEYSTONE/ENNIO LEANZA sda-ats

Nachtrag zum gestrigen internationalen Tag der Pressefreiheit: Wie sehen eigentlich die Bedrohungen in der Schweiz aus?

Bis zu sieben Jahre Straflager bei einer Einreise nach Russland: Nicht alle Drohungen gegen Schweizer Journalist:innen sind so drastisch und unverhüllt, wie jene des russischen Botschafters in der Schweiz. Sie betraf den Osteuropakorrespondenten der Neuen Zürcher Zeitung, der über den Kampf der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg berichtet.

Aber Drohungen und Repressionen gegen Berichterstatter:innen in der Schweiz haben meist einen alltäglicheren Kontext.

Gefährdet sind etwa Sportreporter:innen, die sich aus Furcht vor Repressalien aus der Fankurve von Fussballklubs nicht offen über gewalttätige und -bereite Hooligans äussern dürfen.

Wer vor Ort über eine Demo berichtet, riskiert Drohungen und Konflikte nicht nur von Seiten der Demonstrierenden, sondern auch der Polizei.

Und wer Exponent:innen von Verschwörungsmythen kritisch hinterfragt, sieht sich insbesondere in den sozialen Medien mit Hass und Drohungen konfrontiert. Wer Kinder hat, überlegt sich da gut, ob er oder sie am Thema dranbleibt.

Ein anderer Klassiker: Ein Boss eines Unternehmens, der für seine Geschäfte Diskretion bevorzugt. Etwa bei Rüstungsdeals.

Weisses Sportwagen-Cabrio vor altem Wehrturm in einer Stadt
Keystone

Das Schweizer CO2-Gesetz hat Löcher. Diese nutzt auch Tesla-Chef Elon Musk.

Eigentlich vorbildlich: Pionier Tesla verkauft in der Schweiz nur Elektroautos, also solche ohne klimaschädliche Verbrennungsmotoren.

Aber Musks saubere Autos schaffen Schlupflöcher für andere, dreckige Autos. Und was per Gesetz nicht verboten ist, ist erlaubt.

Es funktioniert so: Jeder Autohersteller auf dem Schweizer Markt hat für seine Modellpalette eine definierte Obergrenze für den CO2-Ausstoss.

Da Teslas kein CO2 ausstossen, kann die Marke den ihr zustehenden CO2-Ausstoss einem «dreckigen» Hersteller verkaufen. Dieser kann sich so die im Gesetz verankerten Sanktionen sparen.

Die Schweizer Behörden kennen die Situation. Vielleicht werden sie sich jetzt aufgrund der Medienberichte Gedanken zu einem wirksameren Schutz von Klima und Umwelt machen.

Kund:innen kaufen Cannabis in einem legalen Laden in den USA
Keystone

Was ist los mit der Stadt Zürich? Sie sucht dringend eineinhalb Tonnen «Gras»!

Ich kann gleich Entwarnung geben: Das Cannabis ist für einen dreieinhalbjährigen Pilotversuch. Die Stadtbehörden wollen nämlich mit der Studie «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung» eine Grundlage schaffen für eine neue Cannabispolitik.

Ab August können «Kiffer:innen» in der Stadt legal Cannabis kaufen. Und sogar zwischen neun Sorten wählen. Die 2100 «Studienteilnehmer:innen» wurden von den Behörden ausgewählt.

Allerdings kann es nicht irgendwelches Cannabis sein. Sondern solches aus kontrollierter Produktion.

Ein Versuch mit legalem Cannabis-Verkauf findet seit Anfang Jahr bereits in Basel statt.

Meistgelesen
Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft