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General Motors verlegt Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2009 - 06:40 publiziert

Bern (awp/sda/dpa/afd) - General Motors (GM) verlegt seine Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim. Der US-Autohersteller konzentriere sich in Europa auf seine Tochter Opel, deren Stammsitz in Rüsselsheim ist, sowie auf die Marke Chevrolet. Betroffen sind rund 150 GM-Mitarbeitende.
Mit dem Umzug von Glattbrugg ZH nach Rüsselsheim strafft GM seine Verwaltungsstruktur in Europa. Mit Ausnahme der Verwaltung von Chevrolet seien damit in der künftigen neuen Opel-Gesellschaft alle Elemente von GM in Europa zusammengefasst.
"Wir wollen damit die Marke Opel und den Standort stärken", sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Mit dem Verkauf der Tochter Saab hat die Mehrmarken-Strategie von GM nicht mehr gegriffen."
Nun wolle man für Opel die Verwaltung, Entwicklung und Produktion in Rüsselsheim zusammenführen. Seit Mitte der 1980er-Jahre hatte der Konzern seine Europa-Zentrale in der Schweiz.
Der Umzug hat bereits begonnen und soll bis Jahresende abgeschlossen sein. In Glattbrugg bleibt dann nur noch die Verwaltung der GM-Tochter Chevrolet sowie von Opel Schweiz.
Die Standortentscheidung wird von Branchenkennern als Reaktion von GM auf die öffentliche Kritik an dem Gezerre um die Opel-Zukunft gesehen. Erst Anfang November hatte der wiedererstarkte Konzern entschieden, Opel zu behalten und nicht an den Zulieferer Magna zu verkaufen. GM will seine Tochter nun aus eigener Kraft sanieren.
Das Opel-Stammwerk südwestlich von Frankfurt im Bundesland Hessen ist mit rund 15'600 Mitarbeitern das Herz von Opel. Hier läuft der neue Mittelklassewagen Insignia vom Band. In Rüsselsheim ist zudem das Internationale Entwicklungszentrum (ITZ) angesiedelt. Daneben hat Opel in Deutschland noch Werke in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach.
ra

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