
Gerresheimer hält nach Zukäufen in Schwellenländern Ausschau
FRANKFURT (awp international) – Der Verpackungsspezialist Gerresheimer hält nach Zukäufen in Schwellenländern Ausschau. «Diese Länder bieten ein ideales Wachstum für unsere Produkte», sagte der Chef des im MDax notierten Unternehmens, Uwe Röhrhoff, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag). Der Umsatz von Gerresheimer in diesen Ländern soll sich nach Willen Röhrhoffs in den kommenden drei Jahren verdoppeln und dann 20 zum Gesamtumsatz beisteuern.
Für Akquisitionen könne Gerresheimer rund 100 Millionen Euro aufwenden, ohne die vorhandenen Kreditlinien in Anspruch nehmen zu müssen, sagte Röhrhoff. Neben der Übernahme kleiner Unternehmen in Schwellenländern ziele man auch auf Sparten von Unternehmen, die Produkte zur Medizindosierung und -verabreichung herstellen, vornehmlich in Nordamerika.
Gerresheimer macht derzeit rund 80 Prozent seines Umsatz mit Produkten für die Pharma- und Gesundheitsbranche. In Brasilien konzentriere sich Gerresheimer derzeit auf die Kunststoffsparte, weil sich der deutsche Wettbewerber Schott dort bereits eine starke Position in der Glas-Sparte aufgebaut habe, sagte Röhrhoff. Gerresheimer betreibt in Brasilien etwa ein Werk zur Herstellung von Insulin-Spritzen./alg/zb/enl