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Bundespräsident Ogi bei Papst Johannes Paul ll.

Bundespräsident Adolf Ogi ist am Samstag (06.05.) in Rom vom Papst zu einer Privataudienz empfangen worden. Davor traf er mit dem italienischen Staatspräsidenten Ciampi zusammen und wohnte am Abend der Vereidigung der 35 neuen Schweizergardisten bei.

Ogi zeigte sich laut seinem Sprecher tief beeindruckt von seinem Treffen mit dem Papst und dessen menschlicher Erfahrung. Das Treffen mit dem Heiligen Vater sei auch für ihn als gläubigen Protestanten ein Höhepunkt seines Lebens gewesen, sagte Ogi.

Er habe grossen Respekt vor Johannes Paul II., der trotz seiner körperlichen Probleme soviel Kraft habe, sagte Ogi. Die Audienz in der Bibliothek des apostolischen Palastes dauerte 13 Minuten. Über den Inhalt des Gesprächs wollte der Bundespräsident keine Details bekannt geben. Vor allem der Papst habe gesprochen. Dieser sei gut informiert über die Schweiz.

Mit dem italienischen Staatspräsidenten Ciampi sprach Ogi über die bilateralen Verträge mit der EU und die Abstimmung vom 21. Mai. Ogi sagte zu Ciampi, er sei zuversichtlich, dass das Volk den Verträgen zustimmen werde. Weitere
Themen waren die multikulturelle Funktion der Schweiz als Beispiel
für Europa sowie die Befriedung des Balkans.

Der Besuch Ogis erfolgt im Rahmen des grossen jährlichen Treffens der Schweizer Garde. Sie gedenkt den 147 Gardisten, die bei der Plünderung Roms (‚Sacco di Roma‘) am 6. Mai 1527 ums Leben kamen. Einige Gardisten retteten Papst Clement VII. das Leben. Damit erwarb sich die Truppe ihren Ruf von Treue und Loyalität.

Am Abend wohnte Ogi der Vereidigungszeremonie der Schweizergardisten bei, an der auch Eltern und Freunde der Gardisten teilnahmen. Die Garde habe gemäss seinem Eindruck nach den tragischen Ereignissen vor zwei Jahren wieder Tritt gefasst und leiste tadellose Arbeit, sagte Ogi. 21 Männer aus der Deutschschweiz, zwölf aus der Romandie, ein Tessiner und ein Gardist romanischer Sprache traten neu zu ihrem Dienst im Vatikan an. Die
Verdienste der Garde und der Vorfahren der Schweiz erfülle mit Stolz, sagte Ogi gemäss Redetext.

swissinfo und Agenturen

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